Vorweihnachtszeit

René Pape vor 20.000 Fans: Weltstar kehrt zum Dresdner Kreuzchor zurück

René Pape singt beim Adventskonzert mit dem Kreuzchor. Vor 45 Jahren war er selbst dabei. Ein Lied wird für ihn besonders. Weitere Stars sind Howard Carpendale und Claudia Michelsen.

4 Min
Der Dresdner Kreuzchor singt beim Adventskonzert im Rudolf-Harbig-Stadion.

Der Dresdner Kreuzchor singt beim Adventskonzert im Rudolf-Harbig-Stadion.

© Robert Michael/dpa

Das Große Adventskonzert in Dresden wird in diesem Jahr zur persönlichen Heimkehr für einen der bekanntesten Opernsänger der Welt. Am 18. Dezember 2026 tritt der Bassist René Pape im weihnachtlich beleuchteten Rudolf-Harbig-Stadion auf – gemeinsam mit dem Dresdner Kreuzchor, dem er als Junge selbst angehörte. Für Klassik- und Schlagerfans, Familien und Besucher aus ganz Sachsen ist der Abend ein Fixpunkt der Vorweihnachtszeit.

Neben Pape steht Pop-Legende Howard Carpendale auf der Bühne, dazu kommen drei Chöre, ein eigens zusammengestelltes Orchester und eine prominente Gastgeberin. Die 9. Auflage des Formats verspricht einen Mix aus Oper, altem Weihnachtslied und amerikanischem Christmas-Pop vor mehr als 20.000 Zuschauern.

Warum dieser Auftritt für René Pape besonders ist

René Pape sang von 1974 bis 1981 im Dresdner Kreuzchor – nun kehrt er an die Seite der heutigen Kruzianer zurück. Die britische Fachzeitschrift „Gramophone“ bescheinigte ihm „eine der schönsten Bassstimmen der Welt“.

Reisehighlights

Mehr
Sie gestalten das Programm zum diesjährigen Adventskonzert in Dresden: Martin Lehmann, René Pape, Clara Bergert und Prof. Gunter Berger (v.l.)

Sie gestalten das Programm zum diesjährigen Adventskonzert in Dresden: Martin Lehmann, René Pape, Clara Bergert und Prof. Gunter Berger (v.l.)

© Michael Schmidt

Seit 1988 gehört er zum Ensemble der Berliner Staatsoper Unter den Linden und ist an den großen Häusern von New York bis Mailand zu Hause. Zwei Grammy Awards und ein Echo Klassik zählen zu seinen Auszeichnungen.

Für ihn hat der Abend eine emotionale Dimension. „Der Kreuzchor hat die Grundlage für meine musikalische Karriere gelegt: Disziplin, Demut vor der Musik und die Freude am gemeinsamen Klang“, sagt Pape. Besonders das Lied „Maria durch einen Dornwald ging“, das er als Kind oft sang, möchte er mit den heutigen Kruzianern erneut anstimmen.

Open Source

Open Source

Sie haben etwas zu sagen? Senden Sie uns Ihren Text! 

Einreichen
Open Door

Open Door

Sie möchten ein Thema vorschlagen? Senden Sie uns Ihren Vorschlag!

Vorschlagen

Drei Chöre auf einer Bühne

Der Dresdner Kreuzchor bildet gemeinsam mit zwei weiteren Ensembles das klangliche Rückgrat des Konzerts. Erstmals steht der Philharmonische Kinderchor Dresden mit rund 140 Mitgliedern im Stadion und bringt seine Mädchenstimmen ein. „Für unsere jungen Sängerinnen ist das etwas ganz Besonderes. Sie stehen gemeinsam mit den Kruzianern und einem Weltstar wie René Pape auf der großen Stadionbühne – und hören, wie Tausende Menschen mit ihnen ‚Stille Nacht‘ singen. Darauf freuen wir uns sehr“, sagt Gunter Berger, Chordirektor des Philharmonischen Kinderchors Dresden.

Zum fünften Mal wirkt zudem die Musical-Werkstatt Oh-TÖNE mit. Chorleiterin Clara Bergert beschreibt deren Rolle als Brücke „von der Besinnlichkeit zur Ausgelassenheit, von der Klassik zum Pop“.

Kreuzkantor Martin Lehmann betont den Wert der ungewöhnlichen Spielstätte. Die jungen Sänger erlebten, dass ihre Musik „auch abseits der traditionellen Spielorte und jenseits des klassischen Repertoires Menschen erreicht“.

Howard Carpendale und eine vertraute Moderatorin

Mit Howard Carpendale betritt ein Künstler die Bühne, dessen Laufbahn sich über sechs Jahrzehnte erstreckt. Der gebürtige Südafrikaner singt Weihnachtsklassiker aus seinem Repertoire, darunter Stücke seines 2025 erschienenen Albums „Happy Christmas … Again!“.

Howard Carpendale freut sich auf das musikalische Event im Dresdner Stadion.

Howard Carpendale freut sich auf das musikalische Event im Dresdner Stadion.

© Dominik Beckmann

„Weihnachten ist für mich die Zeit der großen Gefühle – und die entfalten sich am besten in Musik“, sagt Howard Carpendale. „Ich habe in meinem Leben auf vielen Bühnen gestanden, aber ein ganzes Stadion, das gemeinsam Weihnachtslieder singt, ist etwas Besonderes. Ich freue mich sehr auf Dresden, auf die Chöre und auf einen Abend, den wir mit dem Publikum zusammen feiern.“

Claudia Michelsen moderiert Das Große Adventskonzert Dresden 2026.

Claudia Michelsen moderiert Das Große Adventskonzert Dresden 2026.

© Mathias Bothor

Durch den Abend führt die Schauspielerin Claudia Michelsen, bekannt aus „Polizeiruf 110“ und „Ku'damm“. Die gebürtige Dresdnerin moderierte das Konzert bereits 2019. „Wenn ich nach Dresden komme, komme ich nach Hause“, sagt sie. „Mit dem Striezelmarkt vor der Tür und dem Glockenklang der Kreuzkirche bin ich groß geworden – der Kreuzchor war Teil meiner Jugend und ist bis heute treuer Begleiter, vor Allem auch in der Weihnachtszeit. ‚Friede auf Erden' heißt es bei Lukas und miteinander singen, das ist ‚Frieden im Kleinen‘.“

Die musikalische Leitung übernimmt erneut Peter Christian Feigel mit dem eigens formierten Cross Bell Orchestra aus Band- und Studiomusikern. Produzent und Regisseur Thomas Reiche kündigt zudem ein Überraschungsmoment zum Auftakt an – und eine neue Überraschung rund um die Filmmusik aus „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“.

Alle Informationen unter: https://adventskonzert.de/

Send feedback

Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]

Lesen Sie mehr zum Thema
weltbune Banner