Rente

Rentenreform – jetzt packt ein Insider aus: „Die Politik war nicht ehrlich genug“

Rente mit 63, Kapitalrente, Minijobs: Der Wirtschaftsweise Martin Werding erklärt im Interview, warum die Reform so lange versäumt wurde – und was sich jetzt ändern muss.

18 Min
Die Bundesregierung will eine der größten Rentenreformen der letzten Jahre auf den Weg bringen. Kommt sie zu spät?

Die Bundesregierung will eine der größten Rentenreformen der letzten Jahre auf den Weg bringen. Kommt sie zu spät?

© Kay Nietfeld/dpa

Die Rente in Deutschland steht vor einer der größten Reformen der letzten Jahre. Die Bundesregierung hat bereits bekräftigt, die Reformvorschläge der Rentenkommission vollständig umsetzen zu wollen. Entsprechend groß fällt das Echo aus: Während Befürworter sie für überfällig halten, warnen Kritiker vor längeren Arbeitszeiten, Leistungskürzungen und neuen Belastungen für Millionen Beschäftigte.

Martin Werding ist Mitglied des Sachverständigenrates Wirtschaft und gehörte der Kommission an, die die 33 Reformvorschläge erarbeitet hat. Im Interview mit der Berliner Zeitung erklärt er, warum die Rentenkommission das Aus der Rente mit 63 empfiehlt, weshalb sie auf eine verpflichtende Kapitalrente setzt, warum Minijobs weitgehend abgeschafft werden sollen – und warum die Deutschen jetzt viel Geduld mitbringen müssen.

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