Müll-Rambo

Rentner haust jahrelang illegal im Nationalforst – und hinterlässt eine halbe Tonne Müll

Acht Jahre illegal im Wald: Mann (65) in Arizona festgenommen. An seinem Camp fanden Ranger fast 500 Kilo Müll und ein brennendes Feuer.

3 Min
Kiefernwald in Arizona: Im Tonto National Forest lebte ein 65-Jähriger acht Jahre lang illegal. (Symbolbild)

Kiefernwald in Arizona: Im Tonto National Forest lebte ein 65-Jähriger acht Jahre lang illegal. (Symbolbild)

© IMAGO/Robert Harding

Fast ein Jahrzehnt lang lebte ein Mann unbemerkt in einem der größten Nationalforste der USA. Erst ein verbotenes Lagerfeuer wurde ihm zum Verhängnis.

Mark G. (65) wurde am 25. Juni im Tonto National Forest im US-Bundesstaat Arizona festgenommen. Ranger trafen ihn an einem illegalen Lagerplatz an – neben einem brennenden Holzfeuer, mitten in der Waldbrandsaison.

Das berichtet das US-Magazin People unter Berufung auf Gerichtsdokumente. Demnach gab G. an, seit rund acht Jahren in dem Waldgebiet bei Payson zu leben, die letzten zwei Jahre davon an genau dieser Stelle.

Ranger finden rund 450 Kilo Müll am Lagerplatz

Was die Beamten des US Forest Service dort vorfanden, sprengte jedes gewohnte Maß. Ein Ranger bezifferte die Müllmenge am Lagerplatz auf rund 1000 Pfund – etwa 450 Kilogramm.

Zwischen den Bäumen lagen den Dokumenten zufolge Reifen, Fahrradrahmen, Motoröl, Plastiktüten, Aluminiumdosen, Leitern und mehrere 55-Gallonen-Fässer. Ein Beamter erklärte, er sei angesichts der Menge fassungslos gewesen.

G. hatte sich zudem eine etwa 1,20 Meter hohe Hütte aus Holzpaneelen gebaut, in der er sein Werkzeug lagerte. Auf Wäscheleinen hingen Kleidung, Handtücher und Decken.

Sechs Haftbefehle bei der Festnahme

Die Behörden kannten den Mann längst. Ranger hatten ihn seit Februar mehrfach verwarnt und Anzeigen ausgestellt: wegen illegalen Campierens, wegen Vermüllung, wegen Überschreitung der 14-Tage-Grenze für Aufenthalte im Forst.

Im Mai bekam G. zwei Wochen Zeit, den Müll zu beseitigen, die Hütte abzubauen und das Gelände zu verlassen. Er blieb.

Zum Zeitpunkt seiner Festnahme lagen sechs Haftbefehle gegen ihn vor. Die Feuerverbote seien ihm bekannt gewesen, sagte er den Beamten – aber ohne Feuer habe er nichts zu essen zubereiten können.

Urteil: Bewährung statt Gefängnis

Vor Gericht bekannte sich der 65-Jährige schuldig, gegen die Feuerbeschränkungen verstoßen und den Wald ohne Genehmigung zu Wohnzwecken genutzt zu haben.

Das Urteil fiel milde aus: Die bereits verbüßte Untersuchungshaft gilt als abgesessen, dazu kommen drei Jahre Bewährung. Sein Anwalt äußerte sich auf Anfrage von People zunächst nicht.

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