ÖRR

Hat er sich selbst ins Off moderiert? Über Georg Restles Abgang als „Monitor“-Gesicht

Der Chefideologe der ARD wird sich neuen Aufgaben in Afrika widmen. Wie kommt’s? Soll die Moderation des Politmagazins etwa ausgewogener werden? Ein Kommentar.

5 Min
Der „Monitor“-Cheferklärer Restle berichtet fortan aus Afrika.

Der „Monitor“-Cheferklärer Restle berichtet fortan aus Afrika.

© Henning Kaiser

Angesichts der Weltlage wäre es ein Leichtes, diese Personalie als erfreuliche News zu verbuchen, allein: Der Abgang von Georg Restle nach Afrika, wo er die Leitung des crossmedialen ARD-Studios in Nairobi übernehmen soll, kann nur ein Anfang sein, die offensichtliche und durch Umfragen belegte politische Schlagseite des öffentlich-rechtlichen Rundfunks zu nivellieren – wenn diese Versetzung denn überhaupt so gedacht war. Ein leichtes Aufatmen darf man sich dennoch erlauben: Wenigstens ein politischer ÖRR-Aktivist weit nach Afrika und zu Aufgaben weggelobt, die den Zuschauer noch weniger interessieren als der Dogmatismus von Haltungsjournalisten.

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