Ein Rettungseinsatz an den Kreidefelsen auf Rügen hat am 31. Juli 2026 Einsatzkräfte in Atem gehalten. Gegen 12.30 Uhr meldeten Zeugen zwei Personen an der Steilküste in der Nähe der Piratenschlucht – teils von der Wasserseite aus beobachtet. Die beiden sollen sich im oberen Drittel des Steilhangs aufgehalten haben. Sofort lief ein umfangreicher Rettungseinsatz an. Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei und Wasserschutzpolizei waren beteiligt.
Für Urlauber und Anwohner der Insel ist der Fall auch eine deutliche Warnung: Die Bereiche entlang der Steilküste sind lebensgefährlich – und das unerlaubte Betreten kann teuer werden. Was genau passierte und warum der Einsatz eine unerwartete Wendung nahm, zeigt der folgende Überblick.
Was an der Piratenschlucht geschah
Laut Angaben des Polizeipräsidiums Neubrandenburg gingen gegen 12.30 Uhr Meldungen über zwei Personen an den Kreidefelsen ein. Sie wurden seeseitig im oberen Drittel des Steilhangs festgestellt.
Aufgrund der Gesamtumstände löste die Polizei umgehend einen Rettungseinsatz aus. Im Einsatz waren Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Sassnitz, Mitarbeiter des Rettungsdienstes, Polizeibeamte des Polizeireviers Sassnitz sowie die Wasserschutzpolizeiinspektion Sassnitz.
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In einer früheren Mitteilung von 13.40 Uhr nannte die Polizei zudem die Höhenrettung der Feuerwehr als beteiligte Einheit. Der Bereich um die Piratenschlucht wurde großflächig kontrolliert.
Drohne kommt zum Einsatz – dann der Abbruch
Ein Detail machte die Suche schwierig: Mit bloßem Auge konnten keine Personen am Steilhang gesichtet werden. Deshalb setzte die Feuerwehr eine Drohne ein.
Doch auch mit der Drohne ließen sich keine Personen mehr feststellen. Daraufhin brach die Einsatzleitung den Rettungseinsatz ab.
Die Kreidefelsen auf Rügen sind schön, sollten aber auf keinen Fall erklettert werden.
© Katja Frick/Ostdeutsche Allgemeine Zeitung
Erst vor gut einer Woche war ein 20-jähriger Pole beim unerlaubten Aufstieg an den Kreidefelsen im Nationalpark Jasmund auf Rügen in eine Notlage geraten und musste von Höhenrettern der Feuerwehr Sassnitz aus rund 80 Metern Höhe geborgen werden.
Lebensgefahr und hohe Bußgelder an der Steilküste
Die Polizei nutzte den Einsatz für eine deutliche Warnung. Es sei ausdrücklich verboten, die ausgewiesenen Wege im Nationalpark zu verlassen. Dazu gehört auch der Steinstrand entlang der Steilküste.
In diesen Bereichen besteht laut Polizei Lebensgefahr. Wer sich dort unerlaubt aufhält, riskiert nicht nur seine Sicherheit, sondern auch rechtliche Konsequenzen.
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Zuwiderhandlungen stellen eine Ordnungswidrigkeit dar, die mit einer Geldbuße von bis zu 5.000 Euro geahndet werden kann. Zudem können den Betroffenen in solchen Fällen die Kosten des Einsatzes der Rettungskräfte auferlegt werden.
Das Wichtigste in Kürze
Am 31. Juli 2026 gegen 12.30 Uhr wurden zwei Personen an der Steilküste bei der Piratenschlucht gemeldet. Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei und Wasserschutzpolizei aus Sassnitz waren im Einsatz. Eine Drohne fand keine Personen, der Einsatz wurde abgebrochen. Das Verlassen der Wege im Nationalpark ist verboten und lebensgefährlich.
Die Aussicht, die den Maler Caspar-David-Friedrich zu seinem berühmten Bild inspiriert hat.
© Katja Frick/Ostdeutsche Allgemeine Zeitung
Wer auf Rügen unterwegs ist, sollte die ausgewiesenen Wege im Nationalpark keinesfalls verlassen – aus Sicherheitsgründen und um Bußgelder zu vermeiden. Aktuelle Warnhinweise vor Ort unbedingt beachten.
Die Steilküste ist ein beeindruckendes Naturschauspiel – aber kein Ort zum Klettern.
FAQ – Häufige Fragen
Wo genau fand der Rettungseinsatz statt?
An der Steilküste der Insel Rügen, im Bereich der Kreidefelsen in der Nähe der Piratenschlucht. Die beiden gemeldeten Personen wurden seeseitig im oberen Drittel des Steilhangs festgestellt.
Welche Einsatzkräfte waren beteiligt?
Nach Angaben der Polizei waren die Freiwillige Feuerwehr Sassnitz, der Rettungsdienst, das Polizeirevier Sassnitz und die Wasserschutzpolizeiinspektion Sassnitz im Einsatz. In einer früheren Mitteilung wurde zusätzlich die Höhenrettung der Feuerwehr genannt.
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Wurden die Personen gefunden?
Nein. Weder mit bloßem Auge noch mit einer Drohne der Feuerwehr konnten Personen am Steilhang festgestellt werden. Daraufhin wurde der Einsatz abgebrochen.
Welche Strafe droht beim Verlassen der Wege im Nationalpark?
Das Verlassen der ausgewiesenen Wege ist eine Ordnungswidrigkeit und kann mit einer Geldbuße von bis zu 5.000 Euro geahndet werden. Zusätzlich können den Betroffenen die Kosten des Rettungseinsatzes auferlegt werden.
Warum ist die Steilküste so gefährlich?
Laut Polizei besteht in den Bereichen entlang der Steilküste – einschließlich des Steinstrands – Lebensgefahr. Deshalb ist das Betreten außerhalb der ausgewiesenen Wege verboten.
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