Geopolitik

Kommentar: Rheinmetall will mich – doch ich verkaufe meine Überzeugung nicht an Kriegsprofiteure

Rheinmetall buhlt um mich. Zwischen Leopard-Panzern, Lobby-Jobs und moralischen Abgründen – und was meine Großmütter damit zu tun haben.

5 Min
Das Rüstungsunternehmen Rheinmetall sucht händedringend nach neuem Personal.

Das Rüstungsunternehmen Rheinmetall sucht händedringend nach neuem Personal.

© Daniel Karmann/dpa

Das ist jetzt schon das dritte Mal! Sogenannte Eilmeldungen auf mein Smartphone bin ich ja gewöhnt. Ob von der Berliner Zeitung, von X oder anderen sozialen Netzwerken. Oftmals geht es um internationale Krisen oder Tweets, die viral gehen. Doch seit einiger Zeit spült mir auch LinkedIn penetrant Push-Nachrichten in die Timeline. Und wer wirbt dort besonders hartnäckig um meine Aufmerksamkeit? Ausgerechnet Rheinmetall.

Für den deutschen Rüstungsriesen mit Sitz in Düsseldorf läuft es prächtig. Die Aktie ist in den letzten fünf Jahren explodiert – mit Krieg lässt sich exzellent Kasse machen. Ob „Billions and Billions and Billions“ Schuss Munition oder Leopard-Kampfpanzer: Rheinmetall profitiert, während in der Ukraine seit mehr als drei Jahren ein Krieg tobt. Natürlich will ich dem Konzern keine Kriegsgeilheit unterstellen. Aber Fakt ist: Die Sondervermögen der Bundesregierung wirken wie das größte Konjunkturprogramm aller Zeiten – besonders für Rheinmetall.

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