Schon lange ist das Musikfest Berlin nicht mehr, was es einmal war: ein Meisterwerk konzeptioneller und dennoch überraschender Gesamtplanung. Die Erklärung, das Programm sei mit „zahlreichen Bezügen auf die 75-jährige Geschichte der Berliner Festspiele“ gespickt, ist nichts anderes als das Eingeständnis, dass nunmehr jedes eingeladene Ensemble machen kann, was es will.
Entsprechend zufällig mag die Auswahl der Konzerte wirken, die in diesem Jahr hier besprochen werden: Zum Beispiel das Konzert des Rias-Kammerchors am Mittwoch in der Philharmonie mit zwei Requiem-Kompositionen des 20. Jahrhunderts, die gegensätzlicher nicht sein könnten.
Klassik
Gebrochene Schönheiten: Der Rias-Kammerchor setzt Maßstäbe mit zwei Totenmessen
Duruflés sanftes und Schnittkes wildes Requiem im direkten Vergleich: Der Rias-Kammerchor überzeugt in der Philharmonie mit Klarheit und Klangfülle.
3 Min
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Justin Doyle, Chefdirigent des Rias-Kammerchors (Archivbild)
© Maurizio Gambarini / Imago
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