Sahra Wagenknecht gegen Lauterbach: Streit um Langzeitfolgen
Zuvor hatte Precht darauf aufmerksam gemacht, dass eine der Begründungen für die Corona-Maßnahmen mittlerweile wegfällt. Alle schwachen und vulnerablen Menschen, für deren Schutz die Maßnahmen ergriffen worden seien, seien mittlerweile geimpft – mit Ausnahme derjenigen, die eine Impfung bislang abgelehnt haben. Precht räumt ein: Auch die Belastung der Krankenhäuser sei ein Grund für die Maßnahmen.
Precht: Freie Entscheidung zur Impfung ohne gesellschaftlichen Druck
Der 56-Jährige betont überdies: „Es geht nicht darum, dass jeder Deutsche gegen das Coronavirus geimpft ist und das Coronavirus im nächsten Jahr aus der Welt ist.“ Precht ist diesbezüglich „keine rechtliche Basis“, über die der Staat verfügt, bekannt. Mit Blick auf die Debatte um den ungeimpften Fußballspieler Joshua Kimmich spricht sich Precht zudem für eine freie Entscheidung zur Impfung ohne gesellschaftlichen Druck aus.
Studien: Hat die Stiko das Risiko nach einer Impfung bei Kindern unterschätzt?
„Das ist etwas ganz anderes als die Verpflichtung eine Maske zu tragen. Das kann man überhaupt nicht miteinander vergleichen“, stellt Precht klar. Sein Gesprächspartner Lanz stimmt ihm in diesem Punkt zu. Im weiteren Verlauf der Debatte unterstreicht Precht seine Haltung in Bezug auf das Risiko von Langzeitfolgen im Zuge einer Covid-19-Erkrankung bei Kindern: „Es ist nicht die Aufgabe des Staates jedermanns Krankheitsrisiko nach allen Regeln der Form auszuschließen oder zu verunmöglichen.“
Auf Twitter sorgen Prechts Positionen für reichlich Unmut. Viele Nutzer kritisieren, dass sich der Philosoph selbstbewusst zu immunologischen Fragen äußert ohne über wissenschaftliche Expertise in diesem Bereich zu verfügen.
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