London

Ritterduell auf Leihfahrrädern: Lime warnt nach viralem Video vor Nachahmung

Rüstungen, Lanzen und ein grünes E-Bike: Hunderte haben in einem Londoner Park ein ungewöhnliches Duell verfolgt. Der Anbieter reagiert.

2 Min
Jack Carden und „Camtholomew the First“ liefern sich auf Lime-Leihfahrrädern ein Ritterduell in London. Hunderte Zuschauer verfolgten die Kunstaktion am 17. Oktober.

Jack Carden und „Camtholomew the First“ liefern sich auf Lime-Leihfahrrädern ein Ritterduell in London. Hunderte Zuschauer verfolgten die Kunstaktion am 17. Oktober.

© Toby Shepheard/imago

Zwei Männer in Ritterrüstung haben sich auf elektrischen Leihfahrrädern ein Lanzenduell in London geliefert – und damit eine Sicherheitswarnung des Anbieters Lime ausgelöst. Wie unter anderem die britische Zeitung The Independent berichtet, versammelten sich Hunderte Zuschauer in London Fields im Osten der Hauptstadt. Videos der Aktion verbreiteten sich anschließend in sozialen Netzwerken.

Statt auf Pferden ritten der Künstler Jack Carden und der Schauspieler mit dem Künstlernamen „Camtholomew the First“ auf den bekannten E-Bikes aufeinander zu. Sie trugen Rüstungen, Kettenhemden und Umhänge und hielten gestreifte Stangen als Lanzen. Die Menge feuerte sie an, bevor einer der beiden nach einem Treffer vom Fahrrad fiel.

Verleiher Lime: „Nicht für Ritterturniere“

Lime reagierte am Montag mit einer Warnung. Die Londoner Zeitung The Standard zitiert einen Unternehmenssprecher: „Lime-Fahrräder sind dafür gedacht, sich in der Stadt fortzubewegen, nicht für Ritterturniere.“ Man schätze den mittelalterlichen Geist, doch Sicherheit müsse Vorrang haben. Das Unternehmen riet davon ab, ähnliche Aktionen nachzuahmen.

Carden hatte das kostenlose öffentliche Turnier zuvor als Performancekunst angekündigt. Ein Video auf seinem Instagram-Account wurde dem Independent zufolge mehr als vier Millionen Mal angesehen.

Veranstalter hatten mit Polizeieinsatz gerechnet

Das Duell fand bereits am Samstag, 17. Oktober, statt. Dem britischen Nachrichtensender LBC sagte Camtholomew, die Idee sei bei seiner ersten Begegnung mit Carden entstanden: Schon damals habe er eine Rüstung getragen.

„Wir hatten erwartet, dass die Polizei uns stoppt“, sagte er dem Sender. Die Beamten seien jedoch freundlich gewesen. Ganz ohne Folgen blieb das Turnier für ihn nicht: Er berichtete von einem blauen Fleck am Gesäß – ausgerechnet dort habe ihn keine Rüstung geschützt.

Eine Fortsetzung ist offenbar bereits geplant. Nach einem Bericht der US-Nachrichtenagentur UPI kündigte Carden ein zweites Turnier für den 31. Oktober an. Der Veranstaltungsort stand demnach noch nicht fest.

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