Bei einer Erhebung eines Laborverbundes sei ein Anteil der Mutante B.1.1.7 von etwa 93 Prozent erfasst worden, hieß es. Die Angabe bezieht sich auf mehr als 54.000 Proben aus dem Zeitraum vom 12. bis 18. April. Eine schnelle Veränderung der Dominanz dieser Variante sei „nach aktuellen Kenntnissen nicht zu erwarten“, bilanziert das RKI.
Bisher keine starke Ausbreitung der afrikanischen und brasilianischen Variante
Weitere als besorgniserregend eingestufte Varianten bleiben dem Bericht zufolge hierzulande selten: Es sei „keine starke Ausbreitung“ der in Südafrika entdeckten Variante B.1.351 zu beobachten, hieß es. „Die Variante P.1 wurde bisher nur vereinzelt in Deutschland nachgewiesen.“ P.1 grassiert in Brasilien und ähnelt der südafrikanischen Variante. Bei B.1.351 weisen laut RKI mehrere Studien darauf hin, dass Genesene und Geimpfte weniger gut vor einer Infektion geschützt sind.
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„Alle Impfstoffe, die aktuell in Deutschland zur Verfügung stehen, schützen nach derzeitigen Erkenntnissen jedoch sehr gut vor einer Erkrankung durch B.1.1.7 und sie schützen auch vor schweren Erkrankungen durch die anderen Varianten“, betont das RKI auf seiner Webseite.
Das RKI berichtet zudem von der indischen Variante B.1.617, die bei der Weltgesundheitsorganisation (WHO) unter Beobachtung steht und bisher nicht als besorgniserregend eingestuft ist. „Diese Variante wurde zuerst im indischen Bundesstaat Maharashtra gefunden und verbreitet sich dort stark“, erläutern die Autoren. Sie zirkuliere auch in anderen indischen Bundesstaaten und sei in Großbritannien und Deutschland vereinzelt gefunden worden. Für Deutschland werden 21 Nachweise genannt. Es wird hierzulande nur ein Bruchteil der Proben auf Varianten getestet.
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