„Wehrt euch“, singen sie immer wieder, „leistet Widerstand. Gegen den Faschismus hier im Land. Haltet fest zusammen, haltet fest zusammen.“ Viele Menschen gehen an diesem Sonntagnachmittag, dem 2. Februar, im Herzen Berlins auf die Straße, mehr als 150.000 sollen es laut der Polizei sein. Die Großdemonstration markiert das Ende einer tumultösen Sitzungswoche im Bundestag, unterteilt den vorgezogenen Wahlkampf in ein Vor- und Hinterher.
Das Lied, das sich als Soundtrack der Brandmauer-Proteste etabliert hat, erzählt viel über ihren Charakter: Auf die Melodie von „Hejo, spann den Wagen an“ sangen schon in den 1980er-Jahren Öko-Protestler gegen die Nutzung der Kernkraft an. Man nennt das Lied auch „Brokdorf-Kanon“, nach dem legendären Protest gegen das Atomkraftwerk in der Nähe Hamburgs im Jahre 1981. Zehntausende Menschen kamen damals zusammen, wie jetzt im Februar, trotz Versammlungsverbots, und der Tag endete in Ausschreitungen.
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Bundestagswahl
Robert Habeck und Friedrich Merz: Trotz aller Beteuerungen ist ihre Liebe noch nicht erloschen
Auf Großdemos geht es um alles, die Grüne Jugend begehrt auf, gleichzeitig blinkt Habeck nach rechts. Wie können die Grünen mit „Steigbügelhaltern für Nazis“ koalieren?
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Wie viel Liebe ist noch da? Vizekanzler Robert Habeck (Grüne) und CDU-Kanzlerkandidat Friedrich Merz.
© Fotoillustration: Pajović/Berliner Zeitung am Wochenende. Fotos: Imago
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