Gegenwartsroman

Ein Mund, drumherum ein Nichts: Anna Felnhofer erzählt von Gesichtsblindheit

Im Roman „Prosopon“ stirbt ein Kind. Die Mutter sucht die Ursachen. Was hat das mit dem Vater zu tun, mit der Gesellschaft? Die Buchkritik.

Cornelia Geißler
Cornelia Geißler
4 Min
Anna Felnhofer

Anna Felnhofer

© Luftschacht

Die Erzählerin weiß, dass ihr Kind stirbt. Es hatte einen Unfall. Seit einem halben Jahr schon liegt es im Koma. Die Eltern sind dazu gezwungen, tatenlos im Krankenhaus neben ihm zu sitzen. Der Roman beginnt, als die Erzählerin abends weggeht. Der Vater bleibt. Und sie fragt sich, ob er Schuld hatte an dem Unfall.

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