Rotunde soll an ehemalige Grenzanlagen erinnern

Erstes Modell vorgestellt

Marlies Emmerich
2 Min

Wie das geplante Freilichtmuseum am ehemaligen Checkpoint Charlie in Zukunft aussehen soll, ist offen. Der Chef des Hauses am Checkpoint Charlie, Rainer Hildebrandt, hat am Freitag dafür plädiert, künftig das gesamte ehemalige DDR-Grenzsicherungssystem dort darzustellen.Dies lehnt aber die zuständige Berliner Kulturverwaltung in dieser Form ab. Das Modell, das Rainer Hildebrandt realisiert haben möchte, ist von Albert Krizapolkij aus Kiew gefertigt worden. In einer Rotunde sollen alle Elemente der einstigen Grenze zu sehen sein. Dazu gehören ein Beobachtungsturm, ein elektronischer Kontaktzaun, eine zwölf Meter lange Hinterlandmauer, der Streckmetallzaun, eine Hundelaufanlage, Bunker, Panzersperren und Metallspitzplatten. Für Hildebrandt ist die Mauer ein "Symbol der Weltenteilung" gewesen. Auch die Bürgerrechtlerin Bärbel Bohley unterstützt Hildebrandt und wünscht sich das Museum als "Punkte des Erinnerns" an die Geschichte.Daß das 600 Quadratmeter große Projekt auf dem Gelände des American-Business-Center unmittelbar am ehemaligen Grenzkontrollpunkt bis Mitte 1999 verwirklicht wird, unterstrich Frank Schmeichel für die Investorengruppe. "Sie sind für uns eine Institution", so Schmeichel zu Hildebrandt. Allerdings müßten sich die Investoren mit der Senatskulturverwaltung abstimmen. Nach Angaben von Schmeichel soll der U-Bahnhof Kochstraße künftig den Zusatznamen "Checkpoint Charlie" tragen. Die Kulturverwaltung will vorerst ein Kolloquium zur künftigen Gestaltung am 9. Mai abwarten. "Es geht nicht um das ob, sondern um das wie", so Vertreter Rainer Klemke. Als besonderen Streitpunkt nennt er den von Hildebrandt vorgeschlagenen Wachturm, der "hier nie gestanden hat." +++

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