Schuld seien vor allem Infektionen mit dem Respiratorischen Synzytial-Virus, kurz RSV. Das Virus sei „besonders aggressiv“, sagt Maske, und könne auch bei Kleinkindern zu Entzündungen an den Bronchien führen. Besonders für Frühgeborene und vorerkrankte Kinder im ersten Lebensjahr sei das Virus gefährlich.
Corona-Lockdown hat das Immunsystem nicht gestärkt
Das Robert-Koch-Institut (RKI) wies schon vor einiger Zeit darauf hin, dass sich die saisonalen Erkrankungswellen verschieben können. Im September seien doppelt so viele Ein- bis Vierjährige pro Woche mit Atemwegsinfekten in Kliniken eingewiesen worden wie in den Jahren vor der Pandemie, erläuterte das RKI auf dpa-Anfrage.
Die Corona-Pandemie und der Lockdown im letzten Jahr führen laut Experten ebenfalls dazu, dass sich die Atemwegserkrankungen jetzt bei Kindern häufen und die Verläufe schwerer werden. Die Mädchen und Jungen haben viel Zeit in Innenräumen verbracht, die Hygieneauflagen waren hoch, vielerorts herrschte Maskenpflicht. Die Folge: Das Immunsystem wurde für den jetzigen Herbst nicht ausreichend gestärkt und trainiert.
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