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„Highfield, komm heim!“: Kommt das Festival zurück nach Thüringen?

Das Highfield Festival findet 2026 vorerst zum letzten Mal statt. Jetzt will die Junge Union Thüringen das Event zurück an seinen Geburtsort holen.

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Das Highfield-Festival findet seit Längerem nicht mehr in Thüringen statt.

Das Highfield-Festival findet seit Längerem nicht mehr in Thüringen statt.

© Sebastian Willnow/dpa

Das Highfield Festival Thüringen könnte womöglich an seinen Ursprungsort zurückkehren. Anlass ist die angekündigte Pause des Musikevents, das zuletzt am Störmthaler See nahe Leipzig stattfand.

Die Junge Union Thüringen wirbt nun unter dem Motto „Highfield, komm heim!“ für eine Rückkehr nach Thüringen. Für Festivalfans in der Region ist das eine Nachricht mit Symbolkraft – denn hier, an einem Badesee südlich von Erfurt, begann 1998 alles.

Was die Junge Union genau fordert

Die Junge Union Thüringen spricht sich klar für eine Heimkehr des Festivals aus. Anlass ist die angekündigte kreative Pause des Highfield am Störmthaler See.

Landesvorsitzender Lennart Geibert, zugleich Landtagsabgeordneter und Kultur-Sprecher der CDU-Fraktion Thüringen, sieht darin eine Chance. „Das Highfield war für junge Menschen in Thüringen DAS Kulturevent“, erklärt er.

Konkret schlägt die Junge Union vor, dass die Veranstalter die Pause nutzen und mit der Landesregierung ergebnisoffen über eine Rückkehr sprechen.

„Thüringen ist das Grüne Herz Deutschlands – warum also nicht auch das Festival-Herz Deutschlands?“ – Lennart Geibert

Welche Chancen die Politik für die Region sieht

Aus Sicht der Jungen Union könnte ein Festival jährlich rund 30.000 Besucher anlocken. Davon würde die regionale Wirtschaft profitieren.

Genannt werden Gastronomie, Hotellerie, Campingplätze und der Einzelhandel. Auch Dienstleister aus dem Sicherheits- und Veranstaltungsbereich würden nach Einschätzung der JU profitieren.

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Als Standort bringt Geibert das nahe Erfurt gelegene Hohenfelden ins Spiel. Er verweist auf die gute Erreichbarkeit aus umliegenden Bundesländern und auf eine gewachsene Infrastruktur im Raum Erfurt und Weimar.

Hier begann die Geschichte des Highfield

Das Highfield feierte 1998 am Stausee Hohenfelden Premiere – mit rund 10.000 Besucherinnen und Besuchern. Der Name ist die englische Übersetzung von Hohenfelden: „High Field“.

Schon früh bewiesen die Veranstalter FKA Scorpio und Semmel ein gutes Händchen beim Booking. In den Anfangsjahren traten am Stausee Weltstars auf.

Auf der Bühne standen unter anderem Iggy Pop, Santana, Die Fantastischen Vier, Green Day, Muse, Foo Fighters und die Arctic Monkeys. Aus 10.000 Gästen der Premiere wurden bis 2007 rund 25.000.

Warum das Festival Thüringen verließ

Der Erfolg brachte auch Probleme mit sich. Mehr Menschen bedeuteten mehr Müll, mehr Technik, mehr Verkehr und mehr Belastung für Natur und Infrastruktur.

Der Standort Hohenfelden stieß an seine Grenzen. Nach zwölf Ausgaben fiel die Entscheidung zum Umzug.

2010 zog das Festival an den Störmthaler See bei Großpösna im Leipziger Neuseenland. Dort wuchs es zeitweise auf rund 35.000 Besucher und galt als größtes Indie-, Rock- und Alternative-Festival Ostdeutschlands. Der Name Highfield blieb – obwohl das „Hohe Feld“ längst nicht mehr in Thüringen lag.

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