Der deutsche Nationalspieler Serge Gnabry hat wegen einer Adduktoren-Verletzung verkündet, nicht an der Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada (11. Juni bis 19. Juli) teilnehmen zu können. Der 30-Jährige äußerte sich am Mittwoch auf Instagram. Der Traum von der WM „ist für mich leider vorbei“, schrieb der Offensivspieler des FC Bayern München. „Wie der Rest des Landes werde ich die Jungs von zu Hause aus unterstützen.“
Gnabry hatte sich am vergangenen Wochenende einen Ausriss der Adduktoren am rechten Oberschenkel zugezogen. Der FC Bayern rechnet nach eigenen Angaben mit einer längeren Pause, eine genaue Ausfallzeit nannte der Verein nicht. Bereits die Heim-Europameisterschaft vor zwei Jahren hatte Gnabry verletzt verpasst.
Public Viewing trotz Nachtruhe: Berlin macht Ausnahme für Fußball-WM
Bundestrainer verliert eingeplanten Offensivspieler
Bundestrainer Julian Nagelsmann hatte Gnabry für die Weltmeisterschaft fest eingeplant. „Es tut mir sehr leid für Serge. Das ist gerade im Saisonendspurt, in dem so große und wichtige Spiele anstehen, eine ganz bittere Nachricht“, sagte Nagelsmann laut Sport-Informations-Dienst (SID). Er habe nach Bekanntwerden der Verletzung mit dem Spieler telefoniert und ihm die Unterstützung der Mannschaft zugesichert.
DFB-Sportdirektor Rudi Völler äußerte sich bei Sky zuversichtlich mit Blick auf die Zukunft. Gnabry sei „immer noch jung genug“ und habe in den vergangenen Monaten eine starke Saison bei Bayern und im Nationalteam gespielt. Für die Europameisterschaft käme der offensive Mittelfeldspieler wieder in Frage, sollte er seine Leistungen bestätigen.
Beim FC Bayern fällt Gnabry zudem im Saisonendspurt aus, unter anderem im Champions-League-Halbfinale gegen Paris Saint-Germain am 27. April und 6. Mai. In dieser Saison hatte er auf der Zehnerposition den lange verletzten Jamal Musiala vertreten und gute Leistungen gezeigt. Nun dürfte Musiala, der ebenfalls deutscher Nationalspieler ist, früher als geplant wieder mehr Verantwortung übernehmen. (mit SID)
Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]