Der chinesische Künstler Ai Weiwei etwa habe in China große Probleme bekommen. „Künstler scheinen also überall auf der Welt zur Zielscheibe autoritärer Regierungen geworden zu sein. Und das ist sehr besorgniserregend“, sagte Rushdie. Je autoritärer eine Regierung oder ein Staatschef sei, desto mehr wollten sie Geschichten kontrollieren können. „Sie sagen: So sind die Dinge, und das ist es, was ihr tun und lassen müsst. Und wenn du davon abweichst, dann werden wir dich verfolgen.“ Schriftsteller und Künstler seien Menschen, die nicht in das Weltbild der Mächtigen passten.
Rushdie zählt zu den bedeutendsten Schriftstellern der Gegenwart. Er war im Jahr 2022 bei einer Veranstaltung in den USA von einem Mann mit einem Messer lebensgefährlich verletzt worden. In seinem neuen Buch „Knife“ verarbeitet der in Indien geborene Autor die Attacke, bei der er sein rechtes Auge verlor und weitere schwere Verletzungen erlitt. 1989 hatte der damalige iranische Revolutionsführer Ajatollah Ruhollah Chomeini wegen des Romans „Die satanischen Verse“ zur Ermordung des Autors aufgerufen.
- [object Object]
Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]