Die russischen Luftangriffe auf die Ukraine treffen vermehrt die kritische Infrastruktur des Landes. In mehreren Regionen fiel in den letzten Tagen der Strom aus, nun soll die Stromversorgung landesweit eingeschränkt werden. Im russischen Staatsfernsehen feierte nun Staatsduma-Mitglied und Propagandist Andrej Guruljow die russischen Angriffe. Der Focus hatte berichtet.
„Ohne Strom gibt es kein Wasser, keine Kühlschränke, keine Abwasserreinigung. Eine Woche nach dem Stromausfall wird Kiew in Scheiße schwimmen, verzeihen Sie den Ausdruck. Es wird eindeutig die Gefahr einer Epidemie bestehen“, so Guruljows düstere Prognose für die Ukraine.
Ukraine-Krieg: Putin verhängt Kriegszustand
Russische Truppen sollten nach Meinung von Guruljow auch Eisenbahnknotenpunkte angreifen und „Kontrollzentren ausschalten“. Im digitalen Zeitalter sei dies entscheidend. Mit gezielten Angriffen auf Datenzentren und Server könnten die „ukrainischen Energieversorgungssysteme sowie die Bankensysteme“ kontrolliert oder ausgeschaltet werden.
„Bomben- und Raketenterror“: Scholz wirft Russland Kriegsverbrechen vor
Präsident Wolodymyr Selenskyj rief die Bürger seines Landes derweil zur Mithilfe auf. „Wir werden alles tun, um die normale Energieversorgung unseres Landes wiederherzustellen“, sagte er in seiner Videoansprache am Mittwochabend. „Aber es braucht Zeit und unsere gemeinsamen Anstrengungen mit Ihnen.“
Der russische Präsident Wladimir Putin verhängte am Mittwoch in den vier annektierten Regionen den Kriegszustand – unter anderem mit der Begründung, dass vor der Annexion dort ja das ukrainische Kriegsrecht gegolten habe.
Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]