Vor der Insel Fehmarn ist ein russischer Zerstörer in Position gegangen. Das hat ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums in Berlin bestätigt. Man gehe davon aus, dass Russland mit seinen Kriegsschiffen die eigenen Schiffe der „Schattenflotte“ überwachen wolle, sagte der Sprecher.
Über diese Schattenflotte versucht Moskau nach Angaben des Ministeriums seit Jahren, einen von westlichen Unterstützern der Ukraine eingeführten Preisdeckel für russisches Öl zu umgehen. Zudem steht die Flotte im Verdacht, für Sabotageaktionen gegen Unterwasserinfrastruktur genutzt zu werden.
Nato-Verband mit deutschem Flaggschiff im Einsatz
Ein Nato-Sprecher erklärte, die Bündnispartner beobachteten die Bewegungen russischer Kriegsschiffe. Schiffe des ständigen Nato-Marineverbandes 1 (SNMG1) seien in der Ostsee unterwegs, um die Routen der Russen zu verfolgen. Flaggschiff des Verbandes ist die deutsche Fregatte „Sachsen“. Nach Angaben der Kieler Nachrichten stieß aus Frankreich auch die Fregatte „Auvergne“ dazu, die bei Fehmarn den russischen Zerstörer „Severomorsk“ aus der Nähe beschatte.
Berlin zeigte sich von der Präsenz russischer Kriegsschiffe in den Gewässern nicht überrascht. „Im Bereich Fehmarn in der Ostsee, Skagerrak und am Finnischen Meerbusen sind kontinuierlich russische Kriegsschiffe zu beobachten“, erklärte der Ministeriumssprecher. Dies werde zum Teil auch als Gegenreaktion zu Nato-Operationen wie „Baltic Sentry“ gesehen. (mit dpa)
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