Die EU hat nach eigenen Angaben den Geschäftsträger der russischen Botschaft in Brüssel einbestellt. „Die Drohung an ausländische Staatsbürger und Diplomaten, Kiew zu verlassen, stellt eine inakzeptable Eskalation dar“, erklärte EU-Sprecherin Anitta Hipper auf X.
Die EU habe „den Geschäftsträger einbestellt und dazu aufgerufen, die Angriffe auf Zivilisten einzustellen und echte Friedensgespräche aufzunehmen, beginnend mit einem vollständigen und bedingungslosen Waffenstillstand“, hieß es weiter.
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Russland kündigte neue Angriffe auf Kiew an
Das russische Außenministerium hatte zuvor neue Angriffe auf Kiew angekündigt. Russland werde „Anlagen des ukrainischen militärisch-industriellen Komplexes“ angreifen, erklärte das Ministerium laut der russischen Nachrichtenagentur Interfax. „Die Angriffe zielen sowohl auf Entscheidungszentren als auch auf Kommandoposten“, hieß es laut Interfax in der Erklärung. Man forderte „ausländische Staatsbürger, einschließlich des Personals diplomatischer Missionen und Repräsentanzen internationaler Organisationen“ dazu auf, die Stadt „so schnell wie möglich zu verlassen“.
Die EU-Botschafterin in der Ukraine, Katarina Mathernova, schrieb daraufhin auf Facebook: „Die EU wird nirgendwo hingehen. Wir bleiben in Kiew.“ Das polnische Außenministerium erklärte laut dem Sender TVP World, da Russland von Angriffen auf militärische Ziele spreche, „sollten alle Angriffe auf andere Infrastrukturen, einschließlich diplomatischer Vertretungen, als feindliche Akte zu behandeln sein.“
Russland hatte am Wochenende zahlreiche Drohnen und Raketen auf die Ukraine abgefeuert, insbesondere auf Kiew. Am Montag meldete die Ukraine laut AFP vier Todesopfer. Auch das ARD-Studio sowie das Büro der deutschen Welle (DW) wurden bei den Angriffen auf Kiew beschädigt. (mit AFP)
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