Russland bereitet nach eigenen Angaben „massive Angriffe“ auf Energieanlagen in der Ukraine vor. Das russische Verteidigungsministerium teilte laut der russischen Nachrichtenagentur Interfax am Sonntag mit, die russischen Streitkräfte hätten mit den Vorbereitungen begonnen.
Das Ministerium begründete Ankündigung laut Interfax mit den anhaltenden ukrainischen Angriffen auf russische Infrastruktur. Russland hatte bereits im vergangenen Winter wiederholt ukrainische Energieanlagen angegriffen.
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Ukraine meldet 38 Tote nach Angriff auf Munitionslager
Unterdessen ist die Zahl der Todesopfer nach einem russischen Angriff auf ein Munitionslager in der Region Kiew auf 38 gestiegen. Das teilte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am Sonntag mit, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtete. Vier Menschen würden noch vermisst, 20 weitere seien verletzt.
Der Angriff ereignete sich am Freitagabend. Auf dem Gelände wurden laut Reuters unter anderem Artilleriegranaten, Minen, Drohnen und weitere Munition gelagert. Die Explosionen lösten einen Großbrand aus. Die Feuerwehr löschte nach Angaben Selenskyjs inzwischen den Großteil der Brände, Sprengstoffexperten seien weiterhin vor Ort im Einsatz, berichtete Reuters.
Die ukrainische Generalstaatsanwaltschaft leitete nach Angaben der Kyiv Post Ermittlungen ein. Dabei soll unter anderem geprüft werden, ob Sprengstoff auf dem Gelände rechtmäßig gelagert wurde und die dafür erforderlichen Genehmigungen vorlagen. Ministerpräsident Serhij Korezky sprach dem Bericht zufolge von „krimineller Fahrlässigkeit“ und forderte eine harte Bestrafung der Verantwortlichen. Es müsse verhindert werden, dass sich ähnliche Vorfälle wiederholen.
Ukraine und Russland melden gegenseitige Angriffe
Die Ukraine und Russland setzten ihre gegenseitigen Angriffe am Wochenende fort. Am Samstag starben nach Angaben ukrainischer Behörden drei Menschen in der Region Kiew, darunter ein zweijähriges Kind, berichtet AFP. In der russischen Region Belgorod und der von Russland annektierten Krim meldeten die Behörden dem Bericht zufolge vier Tote.
In der Nacht zum Sonntag griff das russische Militär nach eigenen Angaben zudem eine Asbest- und Zementfabrik in Kiew an, auf deren Gelände Sprengstoff gelagert worden sei, sowie eine Produktionsstätte für Drohnen und Munition, wie AFP berichtet.
Selenskyj erklärte laut Reuters, Russland habe in der vergangenen Woche fast 2000 Kampfdrohnen, mehr als 1600 Fliegerbomben und 31 Raketen gegen die Ukraine eingesetzt. Darunter seien auch ballistische Raketen aus Nordkorea gewesen.
Die Ukraine attackierte ihrerseits in der Nacht eine Ölraffinerie im Nordosten Russlands mit Drohnen. Nach Angaben örtlicher Behörden, über die AFP berichtete, brach dabei ein Feuer aus. Die Angaben beider Seiten können nicht unabhängig überprüft werden. (mit AFP)
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