Dieselkrise

Russland-Sanktionen: Trump will Putins Schattenflotte ins Licht holen

Diesel ist in den USA so teuer wie selten. Vor den Midterms erwägt Trump, Tanker der sogenannten russischen Schattenflotte von der Sanktionsliste zu nehmen.

3 Min
Ein Tanker im Nebel vor der schwedischen Küste. Das Schiff soll zur russischen Schattenflotte gehören. (Archivbild)

Ein Tanker im Nebel vor der schwedischen Küste. Das Schiff soll zur russischen Schattenflotte gehören. (Archivbild)

© Johan Nilsson / TT/Imago

Um die Dieselpreise vor den Midterms zu drücken, ist die US-Regierung offenbar bereit, Kremlchef Wladimir Putin einen Gefallen zu tun. Washington prüft, Tanker der sogenannten russischen und iranischen Schattenflotte von der Sanktionsliste zu nehmen. Nach Angaben der Financial Times könnten die Schiffe an seriöse Reedereien verkauft und danach wieder frei eingesetzt werden. Die Zeitung beruft sich auf Personen, die mit den Plänen vertraut sind.

Ein Vertreter des US-Finanzministeriums sagte der FT, die Sanktionsbehörde Ofac könne solche Verkäufe im Einzelfall genehmigen. Die Schiffe würden so der Schattenflotte entzogen und stünden dem regulären Welthandel zur Verfügung. Vor jeder Streichung von der Sanktionsliste stehe eine gründliche Prüfung. Jeremy Paner, Partner der Washingtoner Kanzlei Hughes Hubbard, sieht darin auch ein politisches Kalkül. Der Umweg über Verkäufe erspare der Regierung den schlechten Eindruck neuer Genehmigungen mit Russland-Bezug, sagte er der Zeitung.

Werden Sie Teil des Ostablishments.

Sie haben bereits ein O+ Abo?

*