Geopolitik

Russland wirft USA Blockade bei diplomatischen Gesprächen vor

Russland macht die USA für das Stocken der diplomatischen Gespräche verantwortlich. Eine dritte Verhandlungsrunde wurde laut Moskau von Washington kurzfristig abgesagt.

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Die Kombo aus Archivbildern zeigt US-Präsident Donald Trump im Weißen Hauses und den russischen Präsidenten Wladimir Putin während eines Technologieforums in Moskau.

Die Kombo aus Archivbildern zeigt US-Präsident Donald Trump im Weißen Hauses und den russischen Präsidenten Wladimir Putin während eines Technologieforums in Moskau.

© Pool via AP

Russland hat den USA die Schuld für das Stocken der Verhandlungen über eine Normalisierung der bilateralen Beziehungen gegeben. „Trotz einiger Fortschritte ist die amerikanische Seite noch nicht bereit, die Schwierigkeiten, die die Arbeit der Botschaften behindern, ernsthaft anzugehen“, sagte Kreml-Berater Juri Uschakow am Mittwoch in Moskau.

Die diplomatischen Beziehungen zwischen beiden Ländern gelten seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine als stark belastet. In den vergangenen Jahren hatten sich Moskau und Washington gegenseitig zahlreiche Botschaftsmitarbeiter ausgewiesen, das diplomatische Personal auf beiden Seiten ist seither stark reduziert.

Trump frustriert über mangelnde Fortschritte bei Ukraine-Verhandlungen

US-Präsident Donald Trump hatte nach seiner Rückkehr ins Weiße Haus mehrfach den direkten Austausch mit Kremlchef Wladimir Putin gesucht und sich um eine Waffenruhe im Ukraine-Krieg bemüht. Anfangs zeigte er sich dabei oft verständnisvoll gegenüber Russland, äußerte zuletzt jedoch zunehmenden Frust über die ausbleibenden Fortschritte – und kritisierte beide Seiten scharf.

Im Zuge der neuerlichen Gesprächsversuche hatten Russland und die USA eine schrittweise Normalisierung der diplomatischen Beziehungen vereinbart. Zwei Treffen dazu fanden in der Türkei statt – jedoch ohne greifbare Ergebnisse. Laut russischer Regierung sagten die USA Mitte Juni eine geplante dritte Gesprächsrunde kurzfristig ab.

Trump kontert Putins Iran-Offerte mit Seitenhieb auf Russland

Vor einigen Tagen spottete der US-Präsident regelrecht über seinen russischen Amtskollegen, der sich zuvor als Vermittler im Israel-Iran-Krieg angeboten hatte. Trump sagte: „Er bot tatsächlich seine Vermittlung an. Ich sagte: ‚Tu mir einen Gefallen und schlichte erstmal in deinem eigenen Land. Lass uns zuerst mit Russland vermitteln, okay?‘“. In dieser Woche bekräftigte er diese Aussage und legte sogar nochmal nach: „Wie Sie wissen, rief mich Wladimir an. Er fragte, ‚Kann ich dir mit dem Iran helfen?‘ Ich sagte, ‚Nein, ich brauche keine Hilfe mit dem Iran. Ich brauche Hilfe mit dir‘“, so Trump am Dienstag an Bord der Air Force One vor Journalisten auf seinem Weg zum Nato-Gipfel in Den Haag.

Am Dienstag war nach zwölf Tagen Krieg eine Waffenruhe zwischen Israel und dem Iran in Kraft getreten. Israel hatte am 13. Juni einen Großangriff auf den Iran gestartet und bombardierte tagelang insbesondere Atomanlagen und militärische Einrichtungen in dem Land. Der Iran attackierte Israel daraufhin im Gegenzug mit Raketen und Drohnen. (mit AFP)

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