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Energie

RWE-Chef: Deutsche Atomkraftwerke sind verzichtbar

Die letzten drei Meiler sollen im April den Betrieb einstellen. Aus der Opposition gibt jedoch Forderungen, an der Atomkraft festzuhalten. Der RWE-Chef ist da anderer Meinung.

Team News dpa/AFP
2 Min
Hält die letzten noch aktiven Atommeiler in Deutschland für verzichtbar. Markus Krebber, Vorstandsvorsitzender der RWE AG.

Hält die letzten noch aktiven Atommeiler in Deutschland für verzichtbar. Markus Krebber, Vorstandsvorsitzender der RWE AG.

© Marcus Brandt/dpa

Alternativlos für die Versorgungssicherheit sei dagegen der schnelle Bau neuer Gaskraftwerke. „Sie sollen künftig als Ersatz einspringen, wenn Wind und Sonne ausfallen“, sagte Krebber. „Falls wir keine Gaskraftwerke bauen, gibt es in solchen Situationen in Zukunft zu wenig Strom. Oder wir müssen die Kohlekraftwerke in Reserve halten. Beides wollen wir nicht.“

AKW Emsland hätte ursprünglich schon Ende 2022 vom Netz gehen sollen

RWE betreibt eines der verbliebenen deutschen Kernkraftwerke, nämlich das AKW Emsland im niedersächsischen Lingen. Es hätte ursprünglich ebenso wie die AKW Isar 2 und Neckarwestheim 2 schon Ende 2022 vom Netz gehen sollen. Wegen der Energiekrise verlängerte die Koalition die Laufzeiten bis Mitte April.

Aus der FDP kam seit der Entscheidung mehrfach die Forderung, die Kraftwerke doch noch länger laufen zu lassen oder dies zumindest zu prüfen. Mitte Januar sagte jedoch Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) der Zeitung wochentaz auf die Frage, ob die Meiler im Frühjahr abgeschaltet würden: „Ja, definitiv“. Die Gesetzeslage sei „eindeutig - das gilt.“

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