Sabine Nitz-Spatz erlag einem Krebsleiden

Tiergartener Ex-Stadträtin ist tot

fg
2 Min

Dreieinhalb Jahre hat Sabine Nitz-Spatz gegen den Knochenkrebs gekämpft - vergeblich. Am Sonntag starb die 40jährige zu Hause im engsten Familienkreis.Betroffen und traurig reagierten Freunde und Politiker auf den Tod der früheren Gesundheitsstadträtin von Tiergarten und Grünen-Abgeordneten. Für Günter Jonitz, stellvertretender Vorsitzender der Berliner Ärztekammer, war Sabine Nitz-Spatz politische Lehrmeisterin. Vor acht Jahren lernte der Arzt sie als damalige Vorsitzende der Krankenhauskonferenz des Krankenhauses Moabit kennen. "Als Politikerin und Patientin war sie gleichermaßen vorbildlich, setzte sich für die Schwächsten in der Gesellschaft ein", so sein Resümee. Der SPD-Politiker Reinhard Roß erinnerte sich noch gut an die Zeit mit Sabine Nitz-Spatz im Gesundheitsausschuß. Mitte der 80er Jahre brachte sie mit anderen Parlamentsfraktionen ein Programm zur Aids-Prophylaxe auf den Weg. "Ihre Impulse werden mir fehlen", sagte Detlef Orwat, Staatssekretär in der Senatsgesundheitsverwaltung. Auf Initiative von Sabine Nitz-Spatz entstand das Projekt "Home Care". Es hat sich zur Aufgabe gemacht, daß schwerkranke Krebspatienten zu Hause betreut werden können.Für Bernd Köppl, gesundheitspolitischer Sprecher von Bündnis 90/Grüne, reißt der Tod von Sabine Nitz-Spatz eine tiefe Lücke. "Wir waren lange darauf vorbereitet, dennoch tut es unheimlich weh." Die Beisetzung findet am 24. Januar um 11.15 Uhr auf dem Frohnauer Friedhof, Hainbuchenstraße 64, statt. +++

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