In Quedlinburg soll in vier Monaten ein Bürgerdenkmal eröffnet werden, das an die friedliche Revolution von 1989 und die Deutsche Einheit von 1990 erinnert. Wie eine Stadtsprecherin mitteilte, verlaufen die Arbeiten an dem Projekt in der sachsen-anhaltischen Welterbestadt planmäßig.
Oberbürgermeister Frank Ruch und der Bildhauer Wolfgang Dreysse besichtigten kürzlich die Bildgießerei Wittkamp im schleswig-holsteinischen Elmenhorst, in der die Bronzefiguren des Denkmals bereits gegossen wurden. Bei dem Termin seien laut Stadtverwaltung weitere technische Details für die Umsetzung abgestimmt worden.
Rund 348.000 Euro Spenden gesammelt
Kern des Denkmals ist eine Gruppe aus fünf jungen Figuren, die mit erhobenen Armen und Kerzen in den Händen den demokratischen Aufbruch des Herbstes 1989 darstellen sollen. Die Gruppe steht in einem aufbrechenden und überlaufenden Fass, das nach Angaben der Stadt den Wunsch nach Freiheit und die Überwindung bestehender Grenzen symbolisieren soll. Ergänzt wird die Anlage durch sogenannte Geschichtskuben, die entlang eines Zeitstrahls zentrale Stationen zwischen dem Herbst 1989 und der Deutschen Einheit im Oktober 1990 dokumentieren.
Die Stadt versteht das Vorhaben ausdrücklich als Bürgerprojekt, das seit Jahren durch Engagement und Spendenbereitschaft getragen werde. Bislang seien rund 348.000 Euro an Spenden zusammengekommen, hieß es.
Die mit der Umsetzung beauftragte Bildgießerei Wittkamp gehört nach Angaben der Stadtverwaltung zu den renommierten Kunstgießereien Deutschlands und hat jahrzehntelange Erfahrung in der Realisierung von Kunst- und Denkmalprojekten.
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