Vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt bringt der frühere thüringische Ministerpräsident Bodo Ramelow eine Zusammenarbeit von CDU und Linkspartei ins Spiel. Ziel sei es, eine Regierungsbeteiligung der AfD zu verhindern.
„Wer Schaden vom Land Sachsen-Anhalt abwenden will, der muss also in der Lage sein, über Parteigrenzen hinweg miteinander zu reden“, sagte Ramelow, Vizepräsident des Bundestags, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Es sei die CDU, „die rumeiert, statt zu sagen: Wir arbeiten bei Themen zusammen, bei denen wir zusammenarbeiten können.“
In Sachsen-Anhalt sei eine handlungsfähige Regierung ohne „das Erpressungspotenzial der AfD“ notwendig, sagte Ramelow weiter. „Denn was die AfD will, hat sie in ihr Regierungsprogramm geschrieben. Das müsste alle Demokraten zusammenbringen.“
Thüringen als Vorbild
Auf Bundesebene lehnt die CDU eine Zusammenarbeit mit der Linkspartei ab. In Thüringen gibt es eine solche Kooperation jedoch praktisch seit Jahren, da die Mehrheitsverhältnisse im Landtag sie erforderlich machen. Alle im Landtag vertretenen Parteien lehnen dort eine Zusammenarbeit mit der AfD ab.
In Sachsen-Anhalt wird am 6. September ein neuer Landtag gewählt. In aktuellen Umfragen liegt die AfD mit großem Vorsprung vor der CDU, die Linke wird an dritter Stelle gesehen.
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