Am Universitätsklinikum Halle ist am Freitagmorgen der Spatenstich für ein neues Pandemie-Resilienz-Zentrum gesetzt. Die Einrichtung wird mit 38,7 Millionen Euro aus dem Coronasondervermögen des Landes finanziert. Es soll nach jetziger Planung Ende 2029 den Betrieb aufnehmen.
„In Halle entstehen zusätzliche Laborkapazitäten für Diagnostik und Analysen, die im Ernstfall schnell aktiviert werden können und den Unterschied machen. So geht Vorsorge", erklärte Wissenschaftsminister Armin Willingmann (SPD) anlässlich des Baustarts.
Während der Coronapandemie hatte sich laut dem Wissenschaftsministerium gezeigt, dass Sachsen-Anhalt über zu geringe Kapazitäten für Labordiagnostik verfügt. Das neue Zentrum soll diese Lücke schließen
Auf 2.255 Quadratmetern Nutzfläche, verteilt auf eineinhalb unterirdische und drei oberirdische Geschosse sollen künftig Labore entstehen. Unter anderem soll das Institut für Medizinische Mikrobiologie und Virologie der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) dort untergebracht werden. Hinzu kommt ein Ausbildungslabor mit 75 Plätzen.
Nachhaltigkeit und flexible Nutzung der Laboranlage
Der Ärztliche Direktor des Universitätsklinikums, Matthias Janda, betonte, die Pandemie habe gelehrt, dass festgelegte Strukturen und Abläufe nötig seien, um im Krisenfall sofort handeln zu können. Das Gebäude ist zudem auf Nachhaltigkeit ausgelegt: Eine Photovoltaikanlage auf dem begrünten Dach und eine Regenwasserrückhaltung sind vorgesehen. Die Stützenbauweise ermöglicht eine langfristig flexible Nutzung.
Keine Luxus-Hotels: Kaulitz-Brüder suchen Schlafplatz in Halle
Opfer der Corona-Zeit: Es braucht wieder einen Blick aufs Gesamtgeschehen
Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]