In der Werkstatt des gelernten Feinmechanikers Helmuth Schmidt aus der Gemeinde Ruhner Bergeim im Landkreis Ludwigslust-Parchim stehen und hängen über 300 mechanische Zeitmesser: Wand- und Standuhren mit Pendelwerk, dazu eine Bahnhofsuhr. Seit rund 60 Jahren widmet sich der 77-Jährige dem Uhrmacherhandwerk.
Einen Großteil der Sammlung hat Schmidt eigenhändig gebaut. Darunter befinden sich auch ungewöhnliche Stücke: etwa eine rückwärts laufende Uhr mit beweglichem Ziffernblatt, deren korrekte Uhrzeit sich erst mit einem Spiegel ablesen lässt. Seine erste Eigenkonstruktion verläuft um eine Hausecke herum – Zeiger und Pendel bewegen sich um die Kante. Die größte Uhr der Sammlung, eine 5,20 Meter hohe Pendeluhr, musste er in den Garten stellen, weil sich im Haus kein ausreichend hoher Raum fand.
Nur die wichtigen Uhren werden umgestellt
Zur Umstellung auf die Winterzeit blieb der Aufwand überschaubar – zumindest in der Praxis. Würde Schmidt sämtliche Uhren nachstellen, bräuchte er nach eigener Schätzung mindestens eine Woche. „Aber das mache ich nicht, nur die wichtigen Uhren“, sagt er. Einzelne Zeitmesser justierte er bereits vor dem offiziellen Umstellungstermin. Andere Uhren seiner Sammlung stellten sich automatisch um – was Schmidt mit gemischten Gefühlen betrachtet.
Zu den Modellen, die er manuell nachstellte, gehört auch die Uhr an der Hausecke. Wie viele Arbeitsstunden in seinen Eigenbauten stecken, kann Schmidt nicht beziffern. Sicher sei nur, dass viel Herzblut darin stecke.
Mecklenburg: Erster internationaler Sternenpark im Norden
Rostock-Laage setzt neben Flügen auf Solar-Energie und Bundeswehr
Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]