Ukraine-Krieg

Nach Drohnenattacke: Feuer auf einem der größten Ölterminals an der Ostsee

Ein nächtlicher Drohnenangriff hat in Sankt Petersburg einen Brand auf einem Ölterminal ausgelöst. Auch der Flughafen Pulkowo stellte den Betrieb vorübergehend ein.

Peter Steiniger
Peter Steiniger
2 Min
Rauch steigt auf im Hafen von St. Petersburg.

Rauch steigt auf im Hafen von St. Petersburg.

© Ulf Mauder/dpa

Nach einem großangelegten Drohnenangriff in der Nacht zum Sonntag ist auf dem Gelände des Petersburger Ölterminals ein Feuer ausgebrochen. Das teilte der Gouverneur von Sankt Petersburg, Alexander Beglow, auf seinem Telegram-Kanal mit.

Einsatzkräfte des Katastrophenschutzministeriums bekämpften zudem Brände an weiteren zivilen Einrichtungen in vier Stadtbezirken. Tote habe es nicht gegeben, so Beglow.

Flughafen gesperrt, Trümmer in Wohngebieten

Der Flughafen Pulkowo stellte den Betrieb aus Sicherheitsgründen vorübergehend ein. Passagiere und Mitarbeiter seien in geschützte Bereiche gebracht worden, berichtete das russische Portal Fontanka unter Berufung auf die Flughafenverwaltung. Am Sonntagmorgen wurden Reisende aufgefordert, nicht vorzeitig zum Flughafen zu kommen. Zahlreiche Flüge fielen aus oder verspäteten sich.

In der benachbarten Region Leningrad sind nach Angaben von Gouverneur Alexander Drozdenko, die das russische Portal Fontanka wiedergibt, bis zum Sonntagmorgen 135 Drohnen abgeschossen worden. Trümmer beschädigten demnach Wohnhäuser sowie zahlreiche geparkte Autos. Rund 20.000 Menschen waren zeitweise ohne Strom.

Der ukrainischen Zeitung ZN.ua zufolge hat der OSINT-Kanal Astra, der öffentlich zugängliche Informationen wie Fotos und Videos auswertet, Aufnahmen vom Ort des Geschehens analysiert und das Feuer in Sankt Petersburg ebenfalls dem dortigen Ölterminal zugeordnet.

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Die Anlage gehöre zu den größten Umschlagplätzen für Erdölprodukte an der Ostsee und werde auch für den Export genutzt. Die Lagerkapazität liege bei mehr als 140.000 Kubikmetern, der maximale Jahresumschlag bei 12,5 Millionen Tonnen.

Dritter Angriff innerhalb weniger Monate

Es ist nicht der erste Angriff auf die Anlage. Nach Berichten der russischen Zeitung Kommersant war das Terminal bereits am 3. Juni und am 4. Juli dieses Jahres Ziel von ukrainischen Drohnenangriffen, bei denen Brände ausbrachen.

Angaben zum Ausmaß der aktuellen Schäden und zu möglichen Folgen für den russischen Ölexport lagen zunächst nicht vor.

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