In Anspielung auf die völkerrechtswidrige Annexion der Krim und der ostukrainischen Gebiete durch Russlands Präsidenten Putin haben sich tschechische Aktivisten einen Witz erlaubt: Kaliningrad und seine 432.000 Einwohner gehören laut der Kampagne wieder zu Tschechien. Die Stadt heiße jetzt Královec und Tschechien habe endlich einen Meerzugang. Unter dem Hashtag #KaliningradIsCzechia geht der Gag aktuell auf Twitter viral. Wer genau hinter der Aktion steht, ist unklar.
Auf einer Satire-Webseite, die Touristen einladen soll, heißt es, 97,9 Prozent der Stadtbevölkerung hätten für den Anschluss an Tschechien gestimmt. Die Begründung für die tschechische Annexion: Kaliningrad wurde 1255 zu Ehren des böhmischen Königs Přemysl Ottokar II. gegründet. Nach russischer Vorstellung wäre das ein Grund, Besitzansprüche geltend zu machen, argumentieren die Satiriker zum Spaß.
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Auf der Homepage werden die Sehenswürdigkeiten der Stadt zum Scherz beworben: Der Turm im Fischerdorf mit tschechischer Flagge, der Strand sowie die neue Bahnstrecke in die tschechische Hauptstadt Prag. Die unwahre Witzelei soll natürlich die Absurdität der Scheinreferenden in der Ostukraine zeigen und die Unzulässigkeit der russischen Annexion.
Ohne Spaß: Am vergangenen Freitag hatte Russland vier ostukrainische Gebiete annektiert. Die Bevölkerung habe in Referenden angeblich dafür gestimmt. Die völkerrechtswidrige Landnahme ist international nicht anerkannt und wird breit verurteilt. Die EU hat weitere Sanktionen angekündigt, eine Resolution scheiterte Freitag im UN-Sicherheitsrat.
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