Auch am Werderschen Markt in der Nähe des Auswärtigen Amts demonstrierten Menschen. Die Polizei sprach am Nachmittag von rund 450 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Der Protest war angemeldet mit dem Titel „Solidarität mit den Mitarbeitern der medizinischen Einrichtungen sowie die Patientenrechtsverletzungen durch die Sittenpolizei der Islamischen Regierung in Iran“.
Beide Demonstrationen verliefen nach Einschätzung einer Polizeisprecherin am Nachmittag störungsfrei. Angemeldet gewesen waren die Aktionen mit jeweils 1000 und 1500 Personen.
Im Iran gab es in den vergangenen Wochen immer wieder Proteste gegen den autoritären Kurs der Regierung. Auslöser war der Tod der 22-jährigen Mahsa Amini. Die Polizei hatte sie festgenommen, weil sie angeblich ihr Kopftuch nicht vorschriftsmäßig trug. Sie starb am 16. September. Am Brandenburger Tor hielt jemand ein Schild mit der Aufschrift „Say Her Name #MahsaAmini“.
In der Stadt waren am Samstag verschiedene Demonstrationen zu verschiedenen Themen angemeldet, darunter ein Protest mit dem Titel „Frieden jetzt!“. Dort kamen nach Angaben der Polizei vom Samstagnachmittag rund 700 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zusammen. Ursprünglich waren 1000 angemeldet worden. Nach Angaben der Polizei vom Nachmittag verlief der Protest ebenfalls störungsfrei.
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