Handball

SC Magdeburg verliert im Halbfinale der Champions League gegen die Füchse Berlin

In einer Neuauflage des Finals vor einem Jahr unterliegt der SC Magdeburg den Füchsen Berlin und kann im Finale am Sonntag nur zusehen.

dpa
3 Min
Nicht aufzuhalten: Mathias Gidsel war bei den Füchsen Berlin gegen den SCM bester Werfer.

Nicht aufzuhalten: Mathias Gidsel war bei den Füchsen Berlin gegen den SCM bester Werfer.

© IMAGO/Anke Waelischmiller

Die Handballer der SC Magdeburg haben das Finale der Champions League verpasst. Der deutsche Meister unterlag dem Vizemeister und und DHB-Pokalsieger Füchse Berlin. In einem offensiv hochklassigen deutschen Halbfinale des Final Four in Köln unterlag der Titelverteidiger gegen die Erzrivalen aus der Hauptstadt mit 35:40 (17:19). Den Füchsen, die im Vorjahr noch das Finale gegen Magdeburg verloren hatten, haben nun erneut die Chance, erstmals die wichtigste Trophäe im europäischen Vereinshandball zu gewinnen.

Im Endspiel treffen die Berliner, bei denen Welthandballer Mathias Gidsel mit neun Toren bester Werfer war, am Sonntag (18.00 Uhr) auf den Gewinner der anschließenden Partie zwischen dem dänischen Club Aalborg Handbold um den deutschen Nationalspieler Juri Knorr und dem Rekordsieger FC Barcelona. Neben dem Vorjahresfinale hatte der SCM zuletzt auch die beiden jüngsten Bundesliga-Duelle gewonnen.

Gisli Kristjánsson lenkt das Spiel des SCM

Nach einer zähen Anfangsphase vor der stimmungsvollen Kulisse von 20.122 Zuschauern entwickelte sich ein temporeicher Schlagabtausch. Mit ihrem starken Umschaltspiel lag das Momentum etwas mehr bei den Berlinern, die sich nach 18 Minuten beim 13:10 erstmals eine Drei-Tore-Führung erspielten.

Während die Torhüter kaum Akzente setzen konnten, prägten vor allem die Stars das Geschehen: Gisli Kristjánsson lenkte das Spiel des SCM mit starker Übersicht, während auf der Gegenseite Gidsel als kreativer Antreiber im Rückraum überzeugte. Mit einer knappen Zwei-Tore-Führung für die Berliner ging es in die Halbzeitpause.

Füchse behalten die Nerven

Nach dem Seitenwechsel knüpfte die Partie nahtlos an die Intensität der ersten Hälfte an. In der 33. Minute setzte sich der Hauptstadtclub beim Stand von 23:19 erstmals auf vier Treffer ab und schien das Spiel zunehmend unter Kontrolle zu bringen. Doch die Elbestädter ließen sich nicht abschütteln und kämpften sich Tor um Tor zurück.

In der 44. Minute stellte Magdeburg mit dem Treffer zum 29:29 den Ausgleich her, ehe sie wenig später (48.) mit 32:31 in Führung gingen. Doch Berlin behielt die Nerven und setzte sich mit dem 36:33 in der 55. Minute wieder auf drei Tore ab. Spätestens das 38:33 drei Minuten vor dem Ende sorgte dann für die Vorentscheidung und Jubel bei den Berliner Fans.

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