Schiedsrichter bestreitet, selbst Geld gesetzt zu haben

Hoyzer-Skandal: Wer wettete im LKA Hamburg?

Sabine Deckwerth
1 Min

Hat ein Mitarbeiter des Landeskriminalamtes in Hamburg auf Spiele gewettet, die Robert Hoyzer verpfiff? Und hat Hoyzer über diesen Mann auf eigene Spiele gewettet? Diesen Verdacht hegen zumindest die Anwälte von Ante Sapina, dem mutmaßlichen Drahtzieher im Fußball-Wettskandal. Am gestrigen Verhandlungstag fragten sie Hoyzer nach ungewöhnlichen Telefonaten, die dieser mit dem Mitarbeiter des Hamburger Landeskriminalamtes (LKA) geführt hatte. Dieser war ein Freund Hoyzers. Die Liste mit den Telefonzeiten gehört zu den Ermittlungsakten.Hoyzer hat unmittelbar vor von ihm geleiteten Spielen auffällig lange und häufig mit dem Freund telefoniert. Zudem sollen diese Gespräche ausgerechnet zu einer Zeit stattgefunden haben, in der der Polizist gerade am Computer saß, um eine Wette auf ein Spiel von Hoyzer abzuschließen, in dem dann manipuliert wurde. Hoyzer bestritt, mit dem Freund je über Manipulationen gesprochen zu haben. "Ich habe erst später erfahren, dass er auf meine Spiele wettete", sagte er. Erst recht will er nicht über den Freund gesetzt haben. "Ich habe nie auf eigene Spiele gewettet." (sd.)

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