Öltransport

Seltene Durchfahrt: Chinesischer Supertanker passiert offenbar Straße von Hormus

Ein chinesischer Supertanker hat einem Bericht zufolge die Straße von Hormus passiert. Es ist erst die dritte Durchfahrt dieser Art seit Kriegsbeginn.

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Öltanker liegen in der Straße von Hormuss vor Bandar Abbas, Iran, vor Anker.

Öltanker liegen in der Straße von Hormuss vor Bandar Abbas, Iran, vor Anker.

© Amirhosein Khorgooi/ISNA/AP/dpa

Ein chinesischer Supertanker hat offenbar die Straße von Hormus durchquert. Das Schiff passierte am Mittwoch die iranische Insel Larak und fuhr in den Golf von Oman ein, wie Bloomberg unter Berufung auf Schiffsverfolgungsdaten berichtet. Es handelt sich demnach um den Tanker Yuan Hua Hu, der von dem staatlichen chinesischen Unternehmen Cosco Shipping betrieben wird.

Ein Cosco-Vertreter erklärte gegenüber dem Wall Street Journal, die Durchfahrt sei ohne Mautzahlung passiert. Das Unternehmen nahm dies dem Bericht zufolge als Geste des guten Willens des Iran im Vorfeld des Treffens zwischen US-Präsident Donald Trump und dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping in Peking wahr.

Schiff gibt chinesischen Hafen als Ziel an

Laut Bloomberg handelt sich um die dritte Durchfahrt eines chinesischen Supertankers seit Kriegsbeginn. Das Schiff habe nahezu seine volle Ladekapazität von rund zwei Millionen Barrel Öl an Bord und steuere den chinesischen Hafen Zhoushan an.

Es hatte zuvor seine chinesische Eigentümerschaft signalisiert – dem Bericht zufolge eine verbreitete Sicherheitsstrategie insbesondere bei Schiffen, die die von Teheran gebilligte Route entlang der Insel Larak nutzen. Ob der Tanker die US-Blockade am Übergang zwischen Golf von Oman und Arabischem Meer passieren kann, ist laut Bloomberg noch offen.

In den vergangenen Tagen wurden demnach gescheiterte Durchfahrten und Wendemanöver beobachtet. Elektronische Störungen können die Überwachung laut Bloomberg erschweren und zu falschen Positionsangaben führen. Zudem können Kapitäne die Transponder der Schiffe abschalten.

Bericht: China und USA lehnen Mautgebühren in Meerenge ab

Das US-Außenministerium erklärte gegenüber Reuters am Dienstag, hochrangige US-amerikanische und chinesische Beamte seien sich einig, dass keinem Land die Erhebung von Mautgebühren in der Meerenge gestattet werden dürfe. Der chinesische Außenminister Wang Yi und US-Außenminister Marco Rubio hätten das Thema bei einem Telefonat im April besprochen, hieß es.

Die chinesische Botschaft widersprach der Darstellung laut Reuters nicht. „Die Aufrechterhaltung der Sicherheit und Stabilität des Gebiets sowie die Gewährleistung eines ungehinderten Durchgangs dienen dem gemeinsamen Interesse der internationalen Gemeinschaft“, sagte ein Botschaftssprecher dem Bericht zufolge.

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Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus ist aufgrund des Iran-Kriegs stark eingeschränkt. Vor dem Krieg passierten nach Reuters-Angaben monatlich rund 3000 Schiffe die Meerenge, derzeit seien es nur noch etwa fünf Prozent davon.

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