Im Architektenwettbewerb zum Wiederaufbau des Schlosses (Humboldt-Forum) sind am Freitag von 85 Teilnehmern 30 für die zweite Runde ausgewählt worden. Das teilte das Bundesbauministerium nach dem Ende der Preisgerichtssitzung mit, wollte wegen der vereinbarten Vertraulichkeit aber nicht auf Details eingehen.Aus Kreisen der Wettbewerbsjury verlautete, dass sich der überwiegende Teil der Architekten an die Vorgaben zur Rekonstruktion der Barockfassaden an drei Seiten gehalten habe. Für die frei zu gestaltende Ostfassade habe ein Architekt eine treppenartige Bebauung vorgesehen, über die die Besucher auf eine Dachterrasse gelangen können. Andere plädierten auch hier für eine Rekonstruktion nach historischem Vorbild, einschließlich des Apothekerflügels. Für die Kuppel habe es Vorschläge von der modernen Konzertmuschel über einen quaderförmigen Aufbau bis zur Wiedererrichtung des historischen Originals gegeben. Mehrere Teilnehmer erinnerten in ihren Entwürfen an den Palast der Republik. Einer wollte ihn unter dem Schlüterhof wieder errichten, ein anderer den geplanten Bereich der Agora (Läden, Gastronomie, Veranstaltungssäle) am ehemaligen Standort des Palastes unterbringen. "Ich bin gespannt wie die vorgestellten Konzepte weiter entwickelt werden", sagte Bundesbauminister Wolfgang Tiefensee (SPD). Am 28. November soll der Sieger gekürt werden. (ulp.)
Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]