Wer im Mai an bestimmten Berliner Hauptverkehrsachsen das Fenster öffnete, holte sich ungewollt eine hohe Dosis Schadstoffe in die Wohnung. Eine Auswertung aktueller Messdaten des Umweltbundesamtes zeigt: Die Bundeshauptstadt führt die bundesweite Statistik der Luftverschmutzung deutlich an. Gleich fünf Berliner Straßen zählen zu den schmutzigsten in ganz Deutschland.
Verantwortlich dafür ist sogenannter PM10-Feinstaub. Der Begriff aus der Umweltmedizin bezeichnet winzige Partikel, die einen Durchmesser von weniger als einem Hundertstel Millimeter aufweisen. In Großstädten wie Berlin entstehen diese Teilchen überwiegend durch Verbrennungsmotoren, den Reifenabrieb des Straßenverkehrs und durch Heizungsanlagen.
Aufgrund ihrer geringen Größe dringen die Partikel beim Einatmen tief in die Atemwege ein. Mediziner sehen einen direkten Zusammenhang zwischen der Belastung durch diese Feinstäube und der Entstehung von Atemwegs- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Sie begünstigen auch Pollenallergien, weil in der Kombination eine aggressive Mischung entsteht.
Gesundheit
Schlechteste Luft Deutschlands: Diese Berliner Straßen führen das Feinstaub-Ranking an
Die Feinstaub-Belastung in Berlin bricht bundesweit Negativ-Rekorde. Welche Straßen am stärksten betroffen sind – und warum auch die eigenen vier Wänden keinen Schutz bieten.
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Die schmutzigste Luft Deutschlands atmet man auf dem Mariendorfer Damm.
© Funke Foto Services/imago
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