Kino

Horrorfilm „Blood & Sinners“: Wenn Familienväter zu blutrünstigen Vampiren mutieren

Ryan Cooglers Horrorfilm „Blood & Sinners“ bearbeitet kreativ das Vampir-Sujet, scheitert jedoch an Blockbuster-Ästhetiken. Lohnt es sich trotzdem, ihn im Kino zu sehen? Die Kritik.

Arthur Bertelsmann
Arthur Bertelsmann
4 Min
Im Angesicht der Vampire: Gangster Stack (Michael B. Jordan) und Bluesmusiker Sammie

Im Angesicht der Vampire: Gangster Stack (Michael B. Jordan) und Bluesmusiker Sammie

© Warner Bros. Entertainment Inc

Auch wenn der Name Ryan Coogler vielleicht nicht jedem ein Begriff ist, hat der 38-jährige Regisseur einige Kassenschlager auf seinem Konto. Zwei „Black Panther“- Filme und zwei „Creed“-Filme hat er umgesetzt. Trotz Cooglers Blockbuster-Erfahrung sollte man aber misstrauisch sein: Der Amerikaner hat nämlich bisher keine wirklich eigene Idee verfilmt; die Grundsubstanz der „Black Panther“-Reihe kommt immer noch von Marvel-Erfinder Stan Lee und die „Creed“-Reihe fügt den sechs „Rocky“-Filmen nur ein Unterkapitel hinzu.

„Blood & Sinners“ nun ist aber Cooglers komplett eigenes Werk, er hat nicht nur Regie geführt, sondern auch das Drehbuch geschrieben. Der Film spielt im heißen Mississippi der 1930er-Jahre. Die Zwillingsbrüder Smoke und Stack (beide gespielt von Michael B. Jordan) kehren aus dem Al Capone’schen Chicago zurück in die  Südstaaten – die makellosen Anzugtaschen voller Bargeld zweifelhafter Herkunft.

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