In Berlin-Neukölln sind am Donnerstagabend Schüsse gefallen. Wie die Berliner Polizei mitteilte, wurden Einsatzkräfte in den Anita-Berber-Park alarmiert. Ein 27-Jähriger hielt sich dort gemeinsam mit einem 29-Jährigen am Donnerstagabend auf, als eine Gruppe von fünf bis sechs Personen an die beiden herangetreten sei und ein Mann aus dieser Gruppe eine Pistole aus seiner Bauchtasche gezogen habe.
Der 27- und der 29-Jährige sollen daraufhin aus dem Park in Richtung Hermannstraße gerannt sein, wobei ihnen der unbekannte Mann gefolgt und auf die beiden Flüchtenden geschossen haben soll. Anschließend sollen sich der Schütze und dessen Begleiter in Richtung Oderstraße entfernt haben.
Schüsse in Neukölln: Täter flüchtig
Der 27-Jährige wurde von einem Streifschuss am Bein getroffen und von der Besatzung eines Rettungswagens noch vor Ort behandelt. Für die Spurensuche, beispielsweise die Sicherung von Patronenhülsen, war zeitweise der Anita-Berber-Park sowie der Bereich zwischen Jonasstraße und Leinestraße für mehrere Stunden gesperrt.
Die Ermittlungen, insbesondere zum Tatverdächtigen, die BAO Ferrum des Landeskriminalamtes Berlin sowie die Ermittlungsgruppe Telum der Staatsanwaltschaft Berlin.
In Neukölln fallen immer wieder Schüsse. Anfang April schossen bislang Unbekannte mehrfach auf ein Lokal, ebenfalls in der Hermannstraße. Wenige Tage zuvor wurden Schüsse auf ein Café in derselben Straße abgegeben.
Fast jeden Tag wird in Berlin scharf geschossen. Die Zahl der Schusswaffenanwendungen verdoppelte sich im vergangenen Jahr nahezu. Die Polizei registrierte 1119 Fälle
Fast 50.000 Berliner haben offiziell Waffen – Zahl der Schießereien hat sich verdoppelt
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