Der stetig sinkende Trinkwasserverbrauch führt nach Angaben der halbprivatisierten Berliner Wasserbetriebe (BWB) künftig zu immer höheren Wasserpreisen. Man habe bei Ver- und Entsorgung "bis zu 90 Prozent Fixkosten", sagte BWB-Chef Jörg Simon gestern. Seit 1989 sei der Verbrauch jedoch um rund die Hälfte gesunken, auf jetzt etwa 111 Liter pro Einwohner und Tag. Dies führe zu höheren Tarifen. Die Qualität des Berliner Trinkwassers sei im Vergleich deutscher Großstädte aber nach wie vor hervorragend, sagte Simon bei der Vorstellung eines Gutachtens zur Wasserversorgung Berlins bis 2040. CDU, FDP und der Wohnungsverband BBU forderten vom Senat mehr Engagement für sinkende Preise, die Grünen verlangten ein mit Brandenburg abgestimmtes Konzept zur Versorgungssicherheit. (jan.)
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