Kurz vor Beginn des neuen Schuljahres in Hessen, Rheinland-Pfalz und im Saarland haben drei Verbände die Kommunen aufgefordert, Straßen vor Schulen zeitweise oder dauerhaft für den Autoverkehr zu sperren.
Der Verkehrsclub Deutschland (VCD), das Deutsche Kinderhilfswerk und der Verband Bildung und Erziehung (VBE) verlangten in einer gemeinsamen Mitteilung vom Mittwoch, die Städte und Gemeinden müssten ihren Handlungsspielraum stärker ausschöpfen, um Kinder auf dem Schulweg besser zu schützen.
Bündnis verweist auf reformiertes Verkehrsrecht
Grundlage der Forderung ist nach Angaben der Verbände die reformierte Straßenverkehrsordnung, die den Kommunen mehr Möglichkeiten gibt, sogenannte Schulstraßen einzurichten. Bei diesem Modell werden Straßenabschnitte vor Schulen zu bestimmten Zeiten, etwa zu Unterrichtsbeginn und -ende, für den Autoverkehr gesperrt.
Ziel ist es, das Verkehrsaufkommen dort zu verringern und Kindern einen sicheren Weg zu Fuß oder mit dem Rad zu ermöglichen.
Das Bündnis forderte, die neuen rechtlichen Möglichkeiten bestmöglich zu nutzen. Die Verbände verweisen auf Daten des Bundesverkehrsministeriums aus dem „Monitor Fußverkehr 2024“, einer Befragung von Kindern zum Mobilitätsverhalten. Aus Sicht der drei Organisationen belegen die Erhebungen, dass sichere und eigenständig zurückzulegende Schulwege für Kinder von zentraler Bedeutung sind.
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