Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) hat die aktuelle Lage seiner Partei als bundesweites Problem bezeichnet. „Es gibt im Moment kaum ein Bundesland, wo die CDU nicht gefallen ist“, sagte Schulze. Hintergrund sind schwache Umfragewerte der Union vor der Landtagswahl am im September diesen Jahres.
Nach dem aktuellen Sachsen-Anhalt-Trend von infratest dimap käme die AfD derzeit auf 41 Prozent der Stimmen. Die CDU von Schulze erreicht demnach 26 Prozent und läge damit elf Prozentpunkte unter ihrem Ergebnis bei der Landtagswahl 2021.
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Schulze kritisiert schwarz-rote Regierung
Auf Rang drei folgt der Erhebung zufolge die Linke mit zwölf Prozent vor der SPD mit sieben Prozent. Sowohl das Bündnis Sahra Wagenknecht als auch die Grünen würden mit jeweils vier Prozent den Einzug in den Landtag verpassen. Die bislang mitregierende FDP wird in der Umfrage nicht gesondert ausgewiesen und müsste den Landtag den Daten zufolge verlassen.
Besonders kritisch äußerte sich Schulze bei Welt TV über die schwarz-rote Bundesregierung. Die Menschen hätten in den vergangenen Wochen „sehr klar kommuniziert“, dass sie den Streit innerhalb der Regierung ablehnten.
Schulze lehnt eine Zusammenarbeit der AfD klar ab. „Ich habe nicht vor, mit der AfD zusammenzuarbeiten“, sagte er. Zugleich zeigte er sich überzeugt, dass weder die AfD noch die Linke Teil einer künftigen Regierung unter seiner Führung würden.
Könnten die Menschen in Sachsen-Anhalt ihren Ministerpräsidenten direkt wählen, läge CDU-Chef Sven Schulze knapp vor AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund. 36 Prozent würden sich für Schulze entscheiden, 32 Prozent für Siegmund. Ebenfalls 32 Prozent sind unentschlossen.
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