Schutzpatronin Gertraude

BÄRCHEN
1 Min

Eberhard von Tegen aus Wilmersdorf hat bei einem Spaziergang die Gertraudenbrücke entdeckt. Er möchte Näheres über dieses Bauwerk wissen.Neben der Jungfernbrücke im Bezirk Mitte ist die Gertraudenbrücke wohl das populärste Brückenbauwerk unserer Stadt. Sie ist knapp hundert Jahre jünger als die Jungfern-Zugbrücke. Ihren Namen verdankt sie dem früheren Gertraudenhospital am Spitalmarkt, heute Spittelmarkt. Die drei Meter hohe, vor genau einem Jahrhundert von Rudolf Siemering geschaffene Bronzeplastik, die die Schutzpatronin der Spitäler sowie Beschützerin der fahrenden Schüler und Gesellen darstellt, besitzt Popularität, nicht nur in Berlin. Das sehr beliebte, im letzten Krieg beschädigte und vom hiesigen Bronzegießer Hans Füssel 1954 restaurierte Standbild trägt die Aufschrift: "Hei, wie das Naß/ Durch die Kehle rinnt/ Und der Bursche mit eins/ Wieder Mut gewinnt/ Nun dankt er laut/ Dir, heilige Gertraud/ Ratten und Mäusegezücht/ Machst du zunicht/ Aber den Armen im Land/ Reichst du die Hand."1976 ist eine zweite, sechsspurige Brücke in diesem Altberliner Kiez unmittelbar neben der alten "Gertraude" dem Verkehr übergeben worden, so daß die neue Gertraudenbrücke Teil einer Magistrale wurde und die alte ausschließlich den Passanten vorbehalten ist. Rufen Sie uns an. Wir werden Ihren Hinweisen bei den Behörden nachgehen. +++

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