Das Schwarze Meer entwickelt sich immer stärker zum neuen Hormus des weltweiten Getreidehandels. Seit Anfang Juli haben Russland und die Ukraine ihre Angriffe auf Häfen, Schiffe und Exportwege deutlich intensiviert. Immer häufiger fallen Terminals aus, Schiffe müssen warten oder Routen werden unterbrochen – mit Folgen für die Getreidepreise auch in Deutschland.
Das Schwarze Meer bedeute für den Weizenmarkt dasselbe wie der Persische Golf für den Ölmarkt, sagte Andrey Sizov, Geschäftsführer des auf Agrarmärkte spezialisierten Analyseunternehmens SovEcon, dem amerikanischen TV-Sender CNN. Sollte die Eskalation anhalten, könnten sich die wirtschaftlichen Schäden für Russland nach Einschätzung Sizovs auf Milliarden summieren.
Ukraine-Krieg
Schwarzes Meer statt Hormus: Bauern bleiben auf ihrem Getreide sitzen – was passiert jetzt damit?
Ukrainische und russische Landwirte können ihre neue Ernte wegen der Angriffe kaum noch exportieren. Wir haben Experten nach den Folgen für Deutschland gefragt.
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Die Erntesaison in der Region Kiew beginnt. Ein Mähdrescher entlädt am 9. Juli 2026 geerntetes Getreide auf einem Feld des Bauernhofs Yarovitan im Dorf Farbovane bei Kiew.
© Volodymyr Tarasov/IMAGO
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