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Jahreswechsel

„Kugelbomben sind Horror“: Unfallkrankenhaus Berlin über die Silvesternacht

Explosionen durch illegale Sprengkörper, sogenannte Kugelbomben, führten in Berlin zu schweren Schäden. Es gibt viele Verletzte.

Team News Eva Maria Braungart dpa/Eva Maria Braungart
2 Min
Im Unfallkrankenhaus Berlin wurden 42 Menschen mit schweren Verletzungen durch Feuerwerkskörper behandelt.

Im Unfallkrankenhaus Berlin wurden 42 Menschen mit schweren Verletzungen durch Feuerwerkskörper behandelt.

© Lutz Deckwerth/dpa

Im Unfallkrankenhaus Berlin (UKB) sind in den letzten Tagen 42 Menschen wegen schwerer Verletzungen mit Silvesterfeuerwerk behandelt worden. „Es kommen immer noch weitere Patienten aus anderen Krankenhäusern zu uns“, berichtete Sprecherin Angela Kijewski. Teils würden Betroffene aus Berliner Kliniken in die Spezialklinik verlegt, teils auch aus dem Umland.

Mehrere Patienten seien durch sogenannte Kugelbomben schwer an Händen, Gesicht und Augen verletzt worden, darunter auch Kinder. Andere Betroffene hätten infolge der Explosion dieser Sprengkörper schwere Hörschäden bis hin zu einem dauerhaften Hörverlust erlitten.

UKB: Schwere der Verletzungen durch Kugelbomben schockierend

„Die illegalen selbstgebastelten oder aus dem Ausland importierten sog. Kugelbomben sind ein Horror!“, hieß es von der Klinik auf dem Portal X. „Das größte Problem ist die extreme Sprengkraft der Kugelbomben“, erklärte die Sprecherin. „Dadurch bekommt das Auge nicht mehr die Zeit, das Lid zu schließen.“ Zwar sei der Jahreswechsel von der Anzahl der Bölleropfer leicht unterdurchschnittlich gewesen. Doch: „Die Schwere der Verletzungen ist dieses Mal besonders schockierend“.

In der Folge komme es zu schwersten Verletzungen. Nach Angaben Kijewskis wird im Unfallkrankenhaus ein Mann behandelt, der sein Augenlicht verloren hat durch Verletzungen infolge einer Kugelbombe. „Ein junger Mann erlitt eine so schwere Halsverletzung, dass er fast sein Leben gelassen hätte.“

In Schöneberg sorgte die Explosion von Kugelbomben für Verwüstung. Fünf Menschen wurden verletzt, zwei mussten in eine Klinik gebracht werden. Zahlreiche Häuserfassaden wurden teils schwer beschädigt, Fenster gingen massenhaft zu Bruch. 36 Wohnungen seien nun vorerst unbewohnbar, sagte ein Sprecher der Berliner Feuerwehr. Er sprach von einem „Schlachtfeld“, das der wohl nicht zugelassene Sprengkörper hinterlassen habe.

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Kugelbomben sind wegen ihrer hohen Explosionskraft hierzulande eigentlich nicht für den Allgemeingebrauch zugelassen. Fachleute beobachteten über den Jahreswechsel in Berlin, dass solche gefährlichen Sprengkörper vermehrt und oft unkontrolliert explodierten. Die Folge: Etliche Menschen wurden schwer verletzt. In Berlin-Schöneberg wurden durch die Wucht einer Detonation Häuserfassaden und Autos schwer beschädigt.

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