Bei der Kollision eines Pendlerzugs und eines Fernzugs nahe der indonesischen Hauptstadt Jakarta sind 14 Menschen getötet worden, erklärte Bobby Rasyidin, Vorstandsvorsitzender des indonesischen staatlichen Bahnunternehmens PT KAI, einem Reuters-Bericht zufolge. 84 weitere Menschen wurden verletzt.
Der Zusammenstoß ereignete sich in der Nacht zu Dienstag im Bahnhof Bekasi Timur nahe Jakarta, wie AFP berichtete. Zuvor sei von sieben Todesopfern gesprochen worden. Ein Sprecher von KAI, Franoto Wibowo, erklärte, mutmaßlich habe ein Taxi den Pendlerzug gestreift, wodurch dieser zum Stehen gekommen und dann vom Fernzug erfasst worden sei.
Frauenwaggon am stärksten betroffen
Der Taxibetreiber Green SM Indonesia, eine Tochter des vietnamesischen Elektrofahrzeug-Anbieters Green and Smart Mobility JSC, bestätigte laut Reuters auf Instagram, dass das beteiligte Fahrzeug zu seiner Flotte gehöre. Das Unternehmen erklärte, den Behörden Informationen zur Unterstützung der Ermittlungen übermittelt zu haben.
Mohammad Syafii, der Leiter der indonesischen Such- und Rettungsbehörde, gab laut Reuters am Dienstag an, die Evakuierung sei abgeschlossen. Man rechne nicht damit, noch weitere Opfer zu finden. Bei dem Unfall wurde ein für Frauen reservierter Waggon am stärksten getroffen. Syafii sagte dem Bericht zufolge, alle Opfer seien Frauen.
Indonesiens Präsident Prabowo Subianto schrieb nach einem Besuch der Opfer des Unfalls im Krankenhaus auf X, die Regierung werde eine „gründliche Untersuchung“ durchführen und „die notwendigen Maßnahmen ergreifen, um sicherzustellen, dass sich solche Vorfälle in Zukunft nicht wiederholen“.
Er sagte laut Reuters zudem, dass er dem Bau einer Brücke nahe der Bahngleise zugestimmt habe, um den Verkehr zu entlasten. Große Teile des Bahnnetzes seien nicht gut instand gehalten, erklärte er. Der indonesische Nationale Verkehrssicherheitsausschuss (KNKT) ermittelt dem Bericht zufolge zur Unfallursache.
Verkehrsunfälle kommen in Indonesien laut Reuters häufig vor. Bei einem Zugunglück in der Provinz Westjava im Jahr 2024 starben vier Menschen, zahlreiche weitere wurden verletzt. (mit AFP)
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