Jugendschutz

Schwerin weitet Suchtprävention an Schulen bis Klasse 10 aus

Neu in Schwerin: Social Media in Klasse 9, Cannabis in Klasse 10 – laut Stadt erreichte das Gesundheitsamt bisher mehr als 960 Schüler.

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Suchtprävention in Schwerin: Die Stadt weitet das Programm des Gesundheitsamtes in diesem Schuljahr auf die Klassen 9 und 10 aus.

Suchtprävention in Schwerin: Die Stadt weitet das Programm des Gesundheitsamtes in diesem Schuljahr auf die Klassen 9 und 10 aus.

© Landeshauptstadt Schwerin

Die Landeshauptstadt Schwerin dehnt ihre Suchtprävention an Schulen in diesem Schuljahr auf die Klassenstufen 9 und 10 aus. Bisher richtete sich das Programm des Gesundheitsamtes an die Klassen 4 bis 8. Zwei Suchtpräventionsfachkräfte des Amtes gehen dafür in die Schweriner Schulen.

Seit dem Start vor einem Jahr haben sie nach Angaben der Stadt mehr als 960 Schülerinnen und Schüler über die Risiken von Alkohol, Nikotin, Drogen und Medien aufgeklärt. Grundlage ist ein gemeinsames Präventionskonzept mit der Polizei und dem Jugendhilfeträger Verbund für Soziale Projekte (VsP). Es steht allen Schulen der Stadt offen.

Die Nachfrage ist nach Darstellung der Stadt groß: Die Termine bis Jahresende seien nahezu ausgebucht. Für 2027 hätten sich bereits einige Schulen angemeldet, auch für die neu hinzugekommenen Angebote.

Suchtprävention in Schwerin von Klasse 4 bis 10

In den neuen Jahrgangsstufen setzt das Programm eigene Schwerpunkte: Social Media in der 9. Klasse und Cannabis in der 10. Klasse. Insgesamt zielen die Angebote auf die Bereiche Medien, Alkohol und Cannabis. Hinzu kommt Grundwissen zu Suchtmechanismen, zu rechtlichen Fragen wie dem neuen Konsumcannabisgesetz und zu Risikoverhalten. Neben Wissen sollen die Schüler soziale Kompetenzen erwerben, um eigene Entscheidungen zu reflektieren.

Dr. Klaas Winter, Leiter des Sozialpsychiatrischen Dienstes im Fachdienst Gesundheit, beschreibt den Ansatz so: Seit dem vergangenen Schuljahr verknüpfe die Stadt erprobte Präventionsprogramme mit Polizei und VsP zu einem abgestimmten Konzept. „Wir behandeln die einzelnen Suchtphänomene altersgerecht und beginnen deutlich früher.“ So ließen sich die Kompetenzen von der 4. bis zur 10. Klasse über die Jahre vertiefen.

Anmeldung über das Gesundheitsamt Schwerin

Oberbürgermeister Sebastian Ehlers sieht Suchtprävention als gesamtgesellschaftliche Aufgabe. „Sie beginnt bereits in der Grundschule und muss unbedingt verstetigt werden, um Kindern und Jugendlichen dauerhaften Schutz zu bieten.“ Ziel der Stadt sei es, die Angebote langfristig im Schulalltag zu verankern.

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