Die Montage des letzten Stahlteils der Südbrücke hat sich am Freitag verzögert. Am späten Nachmittag gelang es den Arbeitern dann aber doch noch, das 45 Meter lange Mittelteil zu verankern.Die niedrigen Temperaturen sorgten für Schwierigkeiten. Plötzlich bewegte sich eine der Rollen nicht mehr, auf denen das Brückenteil langsam zum Westufer der Havel gezogen werden sollte. "Bei der Kälte ist das Öl dickflüssig geworden", sagte Montageleiter Gerhard Zdrojewski von der Firma Krupp. Stück für Stück rückte dann das 212 Tonnen schwere Brückenteil zum Ufer. Dort hoben es zwei Kräne auf ein Schwimmdeck, einen Ponton. Ein Schleppdampfer zog das Stahlstück zur Brücke, wo es "eingeschwommen" wurde: Der Ponton senkte sich ab, als Wasser in den Hohlraum strömte. Anschließend verschweißten die Arbeiter das Mittelstück mit dem westlichen und dem östlichen Rand der Brücke.In den kommenden Wochen beginnt die Montage der Fahrbahnen. Vor Eröffnung der längsten Stadtbrücke im Juli oder August werden noch die Pfeiler verklinkert. Ab Frühjahr 1998 bekommt die Südbrücke eine Schwester: die Nordbrücke. Sie soll im Jahr 2000 für den Verkehr freigegeben werden. +++
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