Bildung

Sebastian Guggolz im Gespräch vor Pisa: Lesen gehört zur demokratischen Teilhabe

Am 8. September wird die neue Pisa-Studie veröffentlicht. Der Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels fordert ein Umdenken in der Politik.

Cornelia Geißler
Cornelia Geißler
8 Min
Kinder bei der Aktion der Berliner Öffentlichen Bibliotheken „Wir setzen ein Lese-Zeichen!“ am 6. September 2026 auf dem Alexanderplatz in Berlin.

Kinder bei der Aktion der Berliner Öffentlichen Bibliotheken „Wir setzen ein Lese-Zeichen!“ am 6. September 2026 auf dem Alexanderplatz in Berlin.

© Stefanie Loos/ZLB

Das Wort Pisa ist in Deutschland zu einem Synonym für schlechte Nachrichten geworden. Jede neue Veröffentlichung der Schulleistungsuntersuchung der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) brachte Erkenntnisse über ungleiche Entwicklungen im Bildungsstandard. Am 8. September wird die Auswertung der von März bis Mai 2025 erhobenen Daten veröffentlicht. Der Schwerpunkt liegt in den Naturwissenschaften, aber es wurde auch wieder die Lesekompetenz erfragt.

Interessant in diesem Zusammenhang: Vor zwei Wochen erst wurde eine Studie zum Leseverhalten Erwachsener in den deutschsprachigen Ländern publik. Im Vergleich fand sie hierzulande mit 23 Prozent die meisten Menschen, die keine Bücher lesen (in Österreich liegt der Anteil bei 21, in der Schweiz bei 18 Prozent). Wer heute zur Schule geht, könnte sich in ein paar Jahren in die Gruppe der Nicht- oder Vielleser einordnen. Wir sprachen darüber mit Sebastian Guggolz, dem Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels.

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