Regionalzüge, S-Bahnen, U-Bahnen, Straßenbahnen, Busse, Fähren. Man kann nicht sagen, dass Fahrgäste in Berlin zu wenig Auswahl haben. Trotzdem gibt es immer wieder Pläne, auch noch Seilbahnen zu bauen. Jetzt kam bei einer Akteneinsicht im Senat ein Mega-Vorhaben ans Tageslicht: Sechs Linien, 40 Kilometer lang, sollten im Norden und Osten entstehen. Ein anderes Projekt sah vor, die Havel zu überqueren.
Buch, Blankenburg, Hohenschönhausen. Jungfernheide, Spandau, das Falkenhagener Feld. Diese und andere Teile von Berlin sollten an das Seilbahnnetz angeschlossen werden. 2024 stellte die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft Howoge ihr Konzept dem Senat vor. Das berichtet das Bündnis Pro Straßenbahn Berlin, das die Akten einsah.
Das geplante Seilbahnnetz wäre eine „leistungsstarke, preiswerte, effiziente, in der Realisierung Erfolg versprechende und schnelle Lösung“, heißt es in einer Mail vom 2. Februar 2024, berichtet der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Er gehört zu den 17 Organisationen, die dem Bündnis angehören. Weitere Mitglieder sind die Linken, die Grünen und der Berliner Fahrgastverband IGEB.
Nahverkehr
Sechs Seilbahnlinien für Berlin: Dieser 40-Kilometer-Plan kam jetzt ans Licht
Buch, Pankow, Hohenschönhausen, Spandau: Ganze Stadtteile sollten angebunden werden. Doch Senatsexperten sahen Probleme – von Hochspannungsleitungen bis hin zu Angsträumen.
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Derzeit die einzige Seilbahn in Berlin: Die Strecke verbindet in Marzahn-Hellersdorf den U-Bahnhof Kienberg mit den Gärten der Welt. Große Wohngebiete liegen nahebei. BVG-Tickets gelten nicht.
© Volker Hohlfeld/imago
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